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	<title>SRILA PRABHUPADAS VORLESUNGEN</title>
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		<title>SRILA PRABHUPADAS VORLESUNGEN</title>
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		<item>
		<title>DIE SPIRITUELLE WELT EXISTIERT</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 16:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag von A.C.Bhaktivedanta Swami Prabhupada &#8222;Mein höchstes Reich ist unmanifestiert und ewig, und es ist das höchste Ziel. Wer einmal dorthin geht, kehrt nie wieder in die materielle Welt zurück. So beschaffen ist Mein höchstes Reich.&#8220; [Bhagavad-gita, 8.21] Das Wort &#8222;avyakta&#8220; in diesem Vers bedeutet, &#8222;das was nicht manifestiert ist&#8220;. Die materielle Welt ist, im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=77&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/lotus.jpg" title="lotus.jpg"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/lotus.thumbnail.jpg?w=420" alt="lotus.jpg" align="left" /></a>Vortrag von A.C.Bhaktivedanta Swami Prabhupada</p>
<p><strong>&#8222;Mein höchstes Reich ist unmanifestiert und ewig, und es ist das höchste Ziel. Wer einmal dorthin geht, kehrt nie wieder in die materielle Welt zurück. So beschaffen ist Mein höchstes Reich.&#8220; [Bhagavad-gita, 8.21]</strong><br />
Das Wort &#8222;avyakta&#8220; in diesem Vers bedeutet, &#8222;das was nicht manifestiert ist&#8220;. Die materielle Welt ist, im Gegensatz zur spirituellen Welt nicht manifestiert. Obwohl die spirituelle Welt nicht manifestiert ist, ist sie dennoch &#8222;aksarah&#8220;, ewig. Aksarah bedeutet, das was nicht vernichtet wird. In der materiellen Welt wird etwas geboren, entwickelt sich, bringt ein paar Nebenprodukte hervor, bleibt für einige Zeit bestehen, schwindet dahin und vergeht schließlich. Dies sind die sechs Wandlungsstufen von allem Materiellen. Die spirituelle Welt jedoch, die gegenwärtig nicht vor uns manifestiert ist, ist aksarah, das heißt, sie ist ewig. Sie wird nicht vernichtet. Da wir zur Zeit von dem Mantel der materiellen Sinne bedeckt sind, könne wir die spirituelle Welt &#8211; oder überhaupt etwas irgend etwas Spirituelles &#8211; nicht wahrnehmen. Aber wir können fühlen, dass es etwas Spirituelles geben muss. Wir mögen nichts über die spirituelle Realität wissen, aber dennoch können wir fühlen. Wenn wir uns einmal im Stillen selbst untersuchen und uns  fragen: &#8222;Was bin ich? Bin ich mein Finger? Bin ich mein Fuß? Bin ich meine Haare? Bin ich mein Körper?&#8220;, so werden wir ohne weiteres zu dem Schluss kommen: &#8222;Nein, dies alles bin ich nicht.&#8220; Spirituell ist also das, was sich jenseits unseres Körpers befindet &#8211; soviel können wir fühlen.</p>
<p><span id="more-77"></span><br />
Wir können die spirituelle Lebenskraft im Körper zwar nicht sehen, obwohl sie tatsächlich da ist, aber wir können einen toten Körper von einem lebendigen Körper unterscheiden. In einem toten Körper fehlt irgend etwas, und dieses &#8222;Etwas&#8220; ist von spiritueller Natur. Obwohl wir also die spirituelle Natur nicht sehen können, ist ihre Existenz eine Tatsache. Dies ist der Ansatzpunkt der Bhagavad-gita. Avinasi tu tad viddhi yena sarvam idarit tatam (Bg. 2.17): Die spirituelle Existenz ist ewig, wohingegen der Körper nicht ewig ist.<br />
In diesem Vers nun wird gesagt, dass die spirituelle Welt ayvaktah, unmanifestiert, ist. Was können wir also tun, damit sie sich vor uns manifestiert? Wir mögen die Realität ihrer Existenz mit unserem Verstand teilweise erfassen, aber wie soll es möglich sein, sie tatsächlich wahrzunehmen? &#8211; Es wird möglich durch das Praktizieren von Krishna-Bewusstsein.<br />
In den vedischen Schriften heißt es: atah sri-krsna-namadi na bhavet grahyam indriyaih. Indriyaih bedeutet &#8222;die Sinne&#8220;. Unsere Wahrnehmung und unsere Wissensaufnahme geschieht mittels unserer verschiedenen Sinne &#8211; Augen, Ohren, Nase, Zunge und Haut. Dies sind die fünf Sinne zur Aufnahme von Wissen. Darüber hinaus gibt es fünf handelnde Sinne &#8211; die Stimme, die Hände, die Beine, das Genital und den Anus. Wir haben also zehn Sinne plus den Geist oder Verstand, der diese Sinne beaufsichtigt. Atah sri-krsna-namadi na bhavet grahyam indriyaih: &#8222;Mit diesen stumpfen materiellen Sinnen können wir Krishnas Namen, Seine Form usw. nicht verstehen.&#8220; Warum? Weil Krishna völlig spirituell und absolut ist. Deshalb sind auch Sein Name, Seine Form, Seine Eigenschaften, Seine Füllen &#8211; kurzum alles, was mit Ihm verbunden ist &#8211; spirituell. Aufgrund unserer materiellen Bedingtheit können wir gegenwärtig allerdings nicht verstehen, was spirituell ist.<br />
Diese Unwissenheit kann jedoch beseitigt werden, und zwar durch das Chanten von Hare Krishna. Wie das genau zu verstehen ist, möchte ich an einem Beispiel erläutern. Wie kann man einen schlafenden Menschen wecken? Durch Klangschwingung. &#8222;Herr Soundso, wachen Sie auf! Es ist Zeit zum Aufstehen!&#8220; Zwar ist der Schlafende praktisch bewusstlos und kann nicht sehen, aber der Hörvorgang ist so dominierend, dass ein schlafender Mensch durch Klangschwingung geweckt werden kann. Genauso kann das Bewusstsein der spirituellen Seele, das gegenwärtig durch die Fesseln materieller Bedingtheit überwältigt ist, durch die transzendentale Klangschwingung des Maha-mantra wiedererweckt werden: Hare Krishna, Hare Krishna, Krishna Krishna, Hare Hare / Hare Rama, Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare.<br />
Da es sich hierbei um Sanskritworte handelt, mit deren Bedeutung ja wahrscheinlich nicht jeder von ihnen vertraut ist, will ich kurz die Bedeutung des Hare-Krishna-Maha-Mantra erklären. Durch das Chanten von Hare Krishna wendet man sich einfach an den Höchsten Herrn und Seine Energie. Hara ist die Energie, und Krishna ist der Höchste Herr. Wir rufen also, Hare Krishna, Hare Krishna- &#8222;O Energie des Herrn, o Herr, bitte nimm Dich meiner an.&#8220; Das ist alles. &#8222;Bitte nimm Dich meiner an.&#8220; Wir haben kein anderes Gebet. Sri Caitanya lehrte, dass wir nach dem Herrn rufen und zu Ihm beten sollten, dass Er uns Zuflucht gewähren möge. Diese Klangschwingung ist einfach ein Ruf, mit dem man sich an den Höchsten Herrn wendet und Ihn bittet: &#8222;Bitte nimm Dich meiner an. Bitte gewähre mir Zuflucht.&#8220;<br />
<strong>ayi nanda-tanuja kinkaram<br />
patitam mam visame bhavambudhau<br />
kripaya tava pada-pankaja<br />
sthita-dhuli-sadrisam vicintaya</strong><br />
Dieses Gebet stammt von Sri Caitanya. Er betet: &#8222;O mein lieber Krishna, Sohn Nandas.&#8220; Krishna spielte die Rolle des Pflegesohnes von Nanda Maharaja. Und Krishna ist sehr erfreut, wenn Er mit dem Namen eines  Gottgeweihten in Verbindung gebracht wird. Sri Caitanya wendet sich also an Ihn: &#8222;O Krishna, Sohn Nandas, irgendwie bin ich in diesen Ozean der Unwissenheit gefallen. Bitte hebe mich aus diesem Ozean, und gib mir als Staubkörnchen einen Platz an Deinen Lotosfüßen.&#8220; Das ist alles. Wenn jemand ins Meer fällt, dann hat er nur eine Möglichkeit zum Überleben, nämlich dass er von jemand anders gerettet wird. Wenn ihn jemand nur wenige Zentimeter über das Wasser erhebt, fühlt er sich sofort erleichtert. In ähnlicher Weise erfahren wir sofortige Erleichterung von den materiellen Leiden, sobald wir im Krishna-Bewusstsein gefestigt sind. Darüber besteht kein Zweifel. Krishna-Bewusstsein ist einfach wunderbar.<br />
Mit unseren materiell bedingten Sinnen und unserem materiell bedingten Geist können wir also die transzendentale Natur des Höchsten Herrn &#8211; Seinen Namen, Seinen Ruhm usw. &#8211; nicht wahrnehmen. Spekulation über den Namen Gottes wird niemals zu einem Verständnis Seines Namens führen, genauso wenig, wie auch Spekulation über das Aussehen Gottes jemals zu einem Verständnis Seines Aussehens führen wird. Doch jemandem, der sich dem Krishna-Bewusstsein zuwendet und sich im hingebungsvollen Dienst beschäftigt, wird sich Gott allmählich offenbaren &#8211; sevonmukhe hi jihvadau svayam eva sphuraty adah. Durch eigene Anstrengung können wir Gott niemals sehen. Doch wenn wir uns qualifizieren, wird Gott sich uns offenbaren, und wir werden Ihn sehen können. Wir können nicht verlangen: &#8222;O Gott, bitte erscheine vor mir und tanze.&#8220; Nein. Er ist nicht unser Befehlsempfänger. Wir müssen so handeln, dass es Ihm gefällt, sich uns zu offenbaren &#8211; dann können wir Ihn vollständig sehen. In diesem Vers also heißt es, ayvaktah aksarah: Es gibt eine spirituelle Welt. Weil diese Aussage aus der Bhagavad-gita stammt, die direkt von der Höchsten Persönlichkeit Gottes gesprochen wurde, haben wir keinen Grund, sie anzuzweifeln. Die Frage ist nur, wie wir sie tatsächlich verstehen und verwirklichen können. Dieses Verständnis wird sich jedoch allmählich entwickeln, wenn wir anfangen, den Maha-Mantra zu chanten &#8211; Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna, Hare Hare / Hare Rama, Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare. Dann werden wir mit der richtigen Sicht gesegnet werden.<br />
Dieser Vorgang ist sehr leicht zu praktizieren. Sogar Kinder können daran teilnehmen. Vielleicht haben sie es bei unserem letzten Treffen gesehen: Ein kleines Kind von vielleicht sechs Monaten saß auf dem Schoss seines Vaters, und es hat ebenfalls teilgenommen. Weil der Vorgang so spontan ist, kann jeder daran teilnehmen. Ob kleine Kinder, Hunde oder Katzen &#8211; alle werden mittanzen. Niemand braucht irgendwelche Qualifikationen mitzubringen, um den Hare-Krishna-Mantra zu verstehen, denn er kommt direkt von der spirituellen Ebene. Dieser einfache Vorgang wird ihnen also offenbaren, was das spirituelle Königreich ist, was Gott ist, was sie selbst sind, was diese materielle Welt ist, warum sie bedingt sind, was das Gegenmittel ist &#8211; alles wird allmählich, Schritt für Schritt, offenbart werden.<br />
Avyakto ksara ity uktah: In den vedischen Schriften heißt es, dass die spirituelle Welt unmanifestiert ist. Dennoch ist sie ewig. Wir müssen lernen, durch die Bücher des Wissens zu sehen. Wir müssen glauben. Und wenn man diesem Vorgang folgt, wird alles offenbart werden. Angenommen, sie kaufen bei der Air India oder bei der PanAm ein Flugticket nach Indien. Warum kaufen sie dieses Ticket? Sie könnten auch misstrauisch sein und sich sagen: &#8222;Wo ist der Beweis dafür, dass ich tatsächlich nach Indien komme, wenn ich dieses Ticket kaufe?&#8220; Wenn sie jedoch sehen, wie andere nach Indien fliegen, wie erfolgreich die Fluggesellschaft ist usw., dann gewinnen sie Vertrauen: &#8222;Ja, mit diesem Flugzeug komme ich nach Indien.&#8220; Und wenn sie dann das Ticket kaufen und im Flugzeug Platz nehmen, sind sie am nächsten Morgen tatsächlich in Indien. Woher kam nun dieses Vertrauen? Weil PanAm eine anerkannte, autorisierte Fluggesellschaft ist. Deshalb gewinnen Sie Vertrauen. Glauben muss man haben. Ohne Glauben kann man nicht einmal im gewöhnlichen Leben einen Schritt nach vorn tun. Doch Glaube woran? Glaube und Vertrauen sollten autorisiert und begründet sein. Das ist der Vorgang. Jeder muss Vertrauen haben, denn ohne Vertrauen kann man keinen Fortschritt machen. Blinder Glaube jedoch kann niemandem helfen: vielmehr sollte man etwas annehmen, was bereits anerkannt ist. Die Bhagavad-gita ist anerkannt. In Indien wird die Bhagavad-gita von allen Menschen anerkannt, von Theisten genauso wie von Atheisten. Und auch außerhalb Indiens haben alle Gelehrten, Religionswissenschaftler und Philosophen die Bhagavad-gita als Autorität anerkannt. Es besteht also kein Zweifel daran, dass die Bhagavad-gita autoritativ ist. Sogar ein so großer Wissenschaftler wie Professor Einstein hat regelmäßig die Bhagavad-gita gelesen. Und das sind bei weitem nicht die einzigen Beweise für die Authentizität der Bhagavad-gita.<br />
Man sollte also seinen Glauben darauf setzen, dass es eine spirituelle Welt, ein Königreich Gottes, gibt. Und weiter heißt es hier: yam prapya na nivartante: Wer es einmal geschafft hat, die spirituelle Welt zu erreichen, wird niemals mehr einen materiellen Körper annehmen müssen, na nivartante. Tad dhama paramam mama: Er wird friedlich und glücklich sein ewiges Leben zurückerlangen. Was halten sie davon? Nehmen sie einmal an, sie kommen in ein Land, wo sie plötzlich feststellen: &#8222;Hier gibt es für mich keinen Tod, keine Leiden, kein Alter, keine Krankheit mehr.&#8220; Würden sie nicht glücklich sein? Stellen sie sich das nur einmal vor. . . &#8222;Ja, ich sollte, ich muss glücklich sein! Wenn ich irgendwohin gehen kann, wo ich nicht mehr sterben und weder alt noch krank werden muß &#8211; und ob ich diese Gelegenheit wahrnehmen werde! Das ist mein Wunsch, mein Herzenswunsch. Genau das möchte ich!&#8220;<br />
Warum möchten wir es? Weil es uns zusteht. Es ist unser gutes Recht. Wir sind ewig, glückselig und voller Wissen. Gegenwärtig sind wir jedoch von materieller Verunreinigung bedeckt, und so haben wir unser wirkliches Selbst vergessen.<br />
Hier gibt uns Krishna die Möglichkeit, unseren ursprünglichen Lebenszustand wiederherzustellen. Hier wird klar gesagt, yam prapya na nivartante: Wem es irgendwie gelingt, die spirituelle Welt zu erreichen, der braucht nie wieder in diese Welt der Leiden zurückzukehren. Zur Zeit versuchen die Menschen, glücklich zu werden, indem sie zum Mond fliegen. Auf diese Weise werden sie jedoch niemals glücklich werden. Die Bhagavad-gita verkündet bereits eindeutig, abrahma-bhuvanal loka punar avartino &#8216;rjuna: Selbst wenn man den höchsten Planeten erreicht, so könnte man die vier Prinzipien der materiellen Leiden &#8211; Geburt, Tod, Alter und Krankheit &#8211; dennoch nicht vermeiden. Man sollte sich also keinen Aufenthaltsort innerhalb der materiellen Welt wünschen. Weder in diesem Land oder jenem Land noch auf diesem Planeten oder jenem Planeten besteht die Möglichkeit, glücklich zu werden.<br />
In diesem Vers nun gibt uns Krishna wertvolles positives Wissen: avyakto ity uktas tam ahuh paramam gatim: Nur wer die höchste Stufe der Vollkommenheit, Krishnas höchstes Reich, erlangt, braucht nicht wieder in diese  materielle Welt zurückzukehren. Diese Information stammt aus der Bhagavad-gita. Und was soll er dort tun? Manche Philosophen denken, die spirituelle Sphäre müsse unpersönlich und leer sein. Unpersönlichkeitsphilosophen wie die Sankaraiten und die Buddhisten glauben, in der spirituellen Sphäre sei alles leer. Die Bhagavad-gita hingegen gibt uns keine solch trostlosen Informationen.<br />
Diese Philosophie der Leere hat den Atheismus hervorgebracht. Um es noch deutlicher auszudrücken: Ich bin ein spirituelles Lebewesen, und deshalb möchte ich Genuss. Dieser Genuss ist mein Leben. Doch wenn die Aussichten für meine spirituelle Zukunft leer sind, muss ich die Neigung verspüren, das materialistische Leben zu genießen. Deshalb diskutieren die Unpersönlichkeitsanhänger auf der einen Seite über Leere und Unpersönlichkeit, aber gleichzeitig sind sie sehr begierig, das materielle Leben zu genießen. Ihre langatmigen Diskussionen sind nichts als leeres, pseudo-philosophisches Gerede. Wenn wir einfach nur ihr Verhalten beobachten, können wir sofort sehen, dass sie sehr stark an materieller Sinnenbefriedigung haften. Vielleicht ziehen sie ein wenig Genuss aus ihrer Spekulation, aber das ist auch alles. Einen wirklichen Nutzen haben sie dadurch jedoch nicht.</p>
<p>Doch wer auch nur einen Funken spirituelles Verständnis hat, wird sofort all diesen absurden Genuss zurückweisen. Das ist das Symptom von echter Spiritualität. Bhaktih paresambhavo viraktir anyatra ca. Woran zeigt sich wirklicher spiritueller Fortschritt? Wer sein Krishna-Bewusstsein, seine hingebungsvolle Haltung und seine spirituelle Verwirklichung entwickelt hat, ist sofort von allen Arten des materiellen Genusses losgelöst. Es ist genauso, als würde ein hungriger Mensch reichlich Nahrung bekommen. Sobald er isst und gesättigt ist, sagt er: &#8222;Nein danke, ich möchte nichts mehr. Ich bin satt.&#8220; Svamin krtartho &#8216;smi varam na yace. Das gleiche wird auch in der Bhagavad-gita ( I 8.54) beschrieben. Dort heißt es:</p>
<p>brahma-bhutah prasannatma na socati na kanksati samah sarvesu bhutesu mad-bhaktim labhate param</p>
<p>&#8222;Wer in der Transzendenz gründet, erkennt sogleich das Höchste Brahman und wird von vollkommener Freude erfüllt. Er klagt niemals, noch begehrt er irgend etwas. Er ist allen Lebewesen gleichgesinnt. In diesem Zustand erreicht er reinen hingebungsvollen Dienst für Mich.&#8220;</p>
<p>Das Merkmal eines spirituell verwirklichten Menschen ist seine völlige Zufriedenheit. Er wird nicht mehr diesen unsinnigen materiellen Genuss begehren. Das ist das Kennzeichen spiritueller Verwirklichung. In der Bhagavad-gita wird dies sehr klar beschrieben: rasa-varjam raso &#8216;py asya param dristva nivartate: &#8222;Wenn man einen höheren Geschmack erfährt, weist man Sinnenbefriedigung zurück.&#8220; Zum Beispiel wird der Arzt seinem kranken Patienten verbieten, zu essen, sexuellen Verkehr zu haben usw. Der Patient ist gezwungen, diese Verbote zu beachten, doch er denkt: &#8222;Ach, wenn ich doch nur essen könnte, dann wäre ich glücklich.&#8220; Im Innern möchte er diese verbotenen Dinge genießen.<br />
Ein Spiritualist jedoch hat innere Stärke. Er ist nicht impotent, sondern er hat kein Interesse am sexuellen Verkehr. Er findet das Ganze einfach abscheulich. Das ist spirituelles Leben: innere Stärke. Er könnte dreimal heiraten, ohne angehaftet zu sein. Param dristva nivartate: Wenn man etwas Höheres bekommt, gibt man das Niedere automatisch auf.<br />
Wir möchten also Genuss. Doch die Philosophie des Atheismus, der Leere und der Unpersönlichkeit haben eine Situation geschaffen, in der wir einfach nur spekulieren, aber weiterhin dem materiellen Genuss verfallen sind. Das ist nicht der Weg des Fortschritts. Im nächsten Vers in der Bhagavad-gita (8.22) heißt es dann, purusah sa param partha bhaktya labhyas tv ananvaya: Wenn man dem Prinzip des Krishna-Bewusstseins, dem hingebungsvollen Pfad, folgt und die Höchste Persönlichkeit Gottes verehrt, dann kann man spirituelle Verwirklichung erlangen und sich vom materiellen Genuss loslösen. Dann wird das Leben erhaben sein. Das ist der Vorgang des Krishna-Bewusstseins.<br />
Hier wird eindeutig gesagt: purusa &#8211; die Höchste Persönlichkeit Gottes. Purusah sa parah partha: Parah bedeutet &#8222;höchste&#8220;, und partha bedeutet &#8222;Arjuna&#8220;. Krishna sagt also: &#8222;O Mein lieber Arjuna, in der spirituellen Welt ist die Höchste Persönlichkeit Gottes.&#8220; Gott ist eine Person wie du und ich. Genauso wie wir miteinander von Angesicht zu Angesicht sprechen, so können sie sich auch mit Gott unterhalten, wenn sie in die spirituelle Welt gelangt sind. Sie werden mit Ihm spielen, mit Ihm essen usw.<br />
Wie kann man diese Stufe erreichen? Bhaktya: durch Hingabe. Nicht durch Spekulation, sondern durch Hingabe. Man muss sich dem Herrn ergeben und Ihm transzendentalen liebevollen Dienst darbringen. Bhaktyas tv ananyaya. Tv ananvaya bedeutet &#8222;ohne Motiv&#8220;. Was bedeutet Motiv? &#8222;Ich liebe Gott um irgendeines materiellen Vorteiles willen&#8220;, oder &#8222;Ich liebe Gott, um mit Ihm eins zu werden.&#8220; Diese Motive im hingebungsvollen Dienst werden nicht helfen. Hingebungsvoller Dienst muss motivlos und unverfälscht sein: tv ananyava.<br />
Yasyantah-sthani bhutani yena sarvam idam tatam. Obwohl Krishna, die Höchste Persönlichkeit Gottes, eine Person ist wie du und ich, ist Er dennoch so alldurchdringend, dass sich alles in Ihm befindet und Er in allem gegenwärtig ist. Er befindet sich außerhalb und innerhalb. Das ist die vollständige Definition Gottes. Gott ist überall, aber dennoch hat Er Sein Königreich, Seine Beigesellten usw. Genauso wie die Sonne, deren Energie durch das ganze Universum verbreitet ist, die aber gleichzeitig ein eigenständiger Planet mit individuellem Standort ist.<br />
Gott, Krishna, befindet sich in der spirituellen Welt. Wenn wir uns an Ihn wenden, wird unser Leben erfolgreich sein, und wir werden unser Ziel erreichen und glücklich sein &#8211; nicht nur für kurze Zeit, sondern ewig.<br />
Vielen Dank.</p>
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		<title>DIE NATUR IST FEHLERFREI</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 19:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[SRILA PRABHUPADA SPRICHT IM DEZEMBER 1973, VENICE BEACH, LOS ANGELES, MIT DR. THOUDAM D. SINGH UND DR. WOLF-ROTTKAY. Dr. Singh: Die Wissenschaftler haben nun einen neuen Wissenszweig, Gerontologie, entwickelt, um zu erforschen, wie man das Leben verlängern kann. Srila Prabhupada: Ihr eigentliches Ziel sollte es sein, dem Leid ein Ende zu machen. Nehmen wir zum [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=74&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/aaaa.jpg" title="KrishnaandRadha"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/aaaa.thumbnail.jpg?w=420" alt="KrishnaandRadha" align="left" /></a>SRILA PRABHUPADA SPRICHT IM DEZEMBER 1973, VENICE BEACH, LOS ANGELES, MIT  DR. THOUDAM D. SINGH UND DR. WOLF-ROTTKAY.</p>
<p>Dr. Singh: Die Wissenschaftler haben nun einen neuen Wissenszweig, Gerontologie, entwickelt, um zu erforschen, wie man das Leben verlängern kann.<br />
Srila Prabhupada: Ihr eigentliches Ziel sollte es sein, dem Leid ein Ende zu machen. Nehmen wir zum Beispiel einen alten Mann, der große Schmerzen hat, weil er an vielen Krankheiten leidet, und plötzlich verlängern die Ärzte sein Leben. Was hat das für einen Nutzen?</p>
<p><span id="more-74"></span><br />
Dr. Singh: Sie versuchen es mit einer Herzverpflanzung.<br />
Srila Prabhupada: Das ist Unsinn! Sie sollen den Tod beseitigen &#8211; das wäre eine Leistung. Sie sollen alle Krankheiten beseitigen &#8211;  das wäre eine Errungenschaft. Dazu sind sie aber nicht in der Lage! Ihre ganze Forschung ist daher nichts weiter als ein Kampf ums Überleben. Krishna sagt in der Bhagavad-gita [15.7]: &#8222;Die Lebewesen in dieser bedingten Welt sind Meine ewigen fragmentarischen Teile. Weil sie ein bedingtes Leben führen, kämpfen sie sehr schwer mit den sechs Sinnen, zu denen auch der Geist gehört.&#8220;<br />
Schüler: Wir haben im Moment eine Ölkrise.<br />
Srila Prabhupada: Ja, wir haben eine Zivilisation aufgebaut, die vom Öl abhängig ist. Das ist gegen das Gesetz der Natur, und daher haben wir eine Ölkrise. Durch das Gesetz der Natur kommt nun der Winter. Die Wissenschaftler können aber einen Winter nicht aufhalten und in einen Sommer verwandeln. Sie denken fälschlich, daß sie die Natur beherrschen. Krishna sagt in der Bhagavad-gita, daß das Lebewesen sich für den Ausführenden von Handlungen hält, die in Wirklichkeit von der Natur verrichtet werden. Nun geht die Sonne auf. Können sie sie verdunkeln? Und wenn es dunkel ist, können sie der Sonne befehlen: &#8222;Gehe auf&#8220;?<br />
Sie verstehen nicht, dass sie, wenn sie wirklich die Natur beherrschen wollen, versuchen sollten, Geburt, Tod, Alter und Krankheit zu besiegen. Krishna sagt in der Bhagavad-gita [7.14]: &#8222;Diese Meine göttliche Energie, die aus den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur besteht, ist sehr schwer zu überwinden. Aber diejenigen, die Mir ergeben sind, können sie sehr leicht hinter sich lassen.&#8220;<br />
Dr. Singh: Somit ist es also sehr schwierig, die Naturgesetze zu überwinden?<br />
Srila Prabhupada: Für die Materialisten ist es unmöglich. Aber wenn man sich Krishna hingibt, wird es einfach.<br />
Dr. Singh: Als Erklärung dafür, dass so viele verschiedene Lebewesen existieren, sagen die Wissenschaftler, dass zu einem gewissen Zeitpunkt in der Evolution die Gene der Zellen, die sich normalerweise fehlerlos für die nächste Generation vervielfältigen, manchmal bei der Vervielfältigung einen Fehler machen &#8211; vergleichbar mit einer Druckerpresse, die manchmal einen Fehler macht. In einigen Fällen sind diese Fehler oder Mutationen bestehen geblieben, und aufgrund der Abweichung in den Genen haben sich verschiedene Lebensformen gebildet.<br />
Srila Prabhupada: Aber dieser &#8222;Fehler&#8220; besteht seit unvordenklicher Zeit, da alle die verschiedenen Lebensformen immer existiert haben. Der &#8222;Fehler&#8220; ist also ewig. Wenn ein &#8222;Fehler&#8220; jedoch beständig ist, ist es kein Fehler; es ist Intelligenz!<br />
Dr. Singh: Die Wissenschaftler sagen jedoch, dass es ohne Mutation im gesamten Universum nur eine Art von Lebewesen geben würde.<br />
Srila Prabhupada: Nein. Jedes Lebewesen hat einen anderen Verstand und daher gibt es so viele verschiedene Lebensformen, die diese verschiedenen Mentalitäten beherbergen. Zum Beispiel gehen wir hier, aber die meisten Leute kommen nicht her, um sich uns anzuschließen, denn sie haben eine andere Mentalität als wir. Warum besteht dieser Unterschied?<br />
Dr. Singh: Vielleicht ist es ein Fehler.<br />
Srila Prabhupada: Es ist kein Fehler; es ist ihr Wunsch. Und zur Stunde des Todes wird jeder einen Körper erhalten, der genau seinen Wünschen entspricht. Krishna sagt in der Bhagavad-gita [8.6]: &#8222;An welchen Zustand des Daseins man zur Stunde des Todes denkt, diesen Zustand wird man ohne Fehl erreichen.&#8220; Das, an das du zur Stunde des Todes denkst, bestimmt genau deinen nächsten Körper. Der Körper wird uns von der Natur zugewiesen; die Entscheidung liegt nicht bei uns, sondern bei der Natur, und sie handelt nach Gottes Anweisung.<br />
Dr. Singh: Die Wissenschaft scheint jedoch Beweise dafür zu haben, daß verschiedene Lebensformen doch durch Fehler entstehen.<br />
Srila Prabhupada: Das ist ihr Fehler! In den Naturgesetzen gibt es keine Fehler. In Eisenbahnwagen gibt es Abteile der 1., 2. und 3. Klasse. Wenn man eine Fahrkarte 3. Klasse löst und sich irrtümlich in ein Abteil der 1. Klasse begibt, wird man dort nicht bleiben dürfen. Es ist kein Fehler, dass es verschiedene Abteile gibt; es ist bewußt so eingerichtet. Es ist jedoch dein Fehler, dass du ins falsche Abteil gegangen bist. Gott ist so vollkommen, dass Er bereits im voraus alle Fehler kennt, die gemacht werden. Daher gehst du, entsprechend der Fehler, die du machst, in einen bestimmten Körper ein: &#8222;Komm her, der Körper steht bereit.&#8220; Es gibt 8 400 000 verschiedene Lebensformen und die Natur verteilt diese Körper mit mathematischer Genauigkeit. Wenn die Regierung eine Stadt baut, errichtet sie, schon bevor die Stadt fertig ist, ein Gefängnis, denn die Regierung weiß, dass es viele Kriminelle geben wird, die ins Gefängnis gesteckt werden müssen. Das ist nicht der Fehler der Regierung, sondern der Fehler der Kriminellen. Weil sie zu Kriminellen werden, müssen sie dorthin. Es ist ihr Fehler.<br />
In der Natur gibt es keine Fehler. Krishna sagt: &#8222;Die materielle Natur arbeitet unter Meiner Führung, o Sohn Kuntis, und bringt alle sich bewegenden und sich nicht bewegenden Wesen hervor.&#8220; [Bg. 9.10] Die Natur arbeitet unter der Aufsicht Gottes, Krsnas &#8211; wie kann sie da Fehler begehen? Wir sind diejenigen, die Fehler begehen, die in Illusion sind, die unvollkommene Sinne besitzen und die betrügen. Darin unterscheidet sich Gott vom Menschen &#8211; Gott besitzt keine unvollkommenen Sinne; Seine Sinne sind vollkommen.<br />
Dr. Wolf-Rottkay: Da unsere Sinne fehlerhaft sind, müssen die technischen Erweiterungen unserer Sinne, wie Mikroskope und Teleskope, ebenfalls fehlerhaft sein.<br />
Srila Prabhupada: Ja. Materielles Dasein heißt unvollkommenes Dasein. Wenn du etwas mit lückenhaftem Wissen und unvollkommenen Sinnen baust, so muss das, was du baust, ebenfalls Mängel haben. Da<br />
her kommen wir zu dem Schluss, dass alles, was die Wissenschaftler sagen, unvollkommen ist.<br />
Dr. Singh: Die Wissenschaftler scheinen aber ganz zufrieden zu sein.<br />
Srila Prabhupada: Der Esel ist auch damit zufrieden, die Last des Wäschers zu tragen. In einigen Teilen Indiens sieht man ab und zu einen Hund verhungern. Sobald er aber einen weiblichen Hund sieht, ist er damit zufrieden, Sex zu haben. Ist das Zufriedenheit? Der Hund verhungert &#8211; doch trotzdem ist er zufrieden, wenn er ein bisschen Sex haben kann. Jeder ist zufrieden, selbst der Wurm im Kot. Das ist das Gesetz der Natur.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/krishnatempel.wordpress.com/74/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/krishnatempel.wordpress.com/74/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/krishnatempel.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/krishnatempel.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/krishnatempel.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/krishnatempel.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/krishnatempel.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/krishnatempel.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/krishnatempel.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/krishnatempel.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/krishnatempel.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/krishnatempel.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/krishnatempel.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/krishnatempel.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/krishnatempel.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/krishnatempel.wordpress.com/74/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=74&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>DIE SINNE LÄUTERN</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 19:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[DAS FOLGENDE GESPRÄCH ZWISCHEN A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI UND EINIGEN SEINER SCHÜLER FAND IM APRIL 1975 WÄHREND EINES MORGENSPAZIERGANGS IN MAYAPUR, INDIEN, STATT. Schüler: Srila Prabhupada, manchmal sagen die Leute: &#8222;Wenn es keinen Gott gibt, spielt es keine Rolle, was ich tue, und wenn es tatsächlich einen Gott gibt, dann kontrolliert Er alles, und es ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=72&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/ka2_009.jpg" title="Kaliya-Krishna"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/ka2_009.thumbnail.jpg?w=420" alt="Kaliya-Krishna" align="left" /></a>DAS FOLGENDE GESPRÄCH ZWISCHEN A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI  UND EINIGEN SEINER SCHÜLER FAND IM APRIL 1975 WÄHREND EINES MORGENSPAZIERGANGS IN MAYAPUR, INDIEN, STATT.<br />
Schüler: Srila Prabhupada, manchmal sagen die Leute: &#8222;Wenn es keinen Gott gibt, spielt es keine Rolle, was ich tue, und wenn es tatsächlich einen Gott gibt, dann kontrolliert Er alles, und es ist noch immer egal, was ich tue, weil sowieso alles vorherbestimmt ist. In jedem Fall kann ich tun und lassen, was ich will.&#8220;</p>
<p><span id="more-72"></span><br />
Srila Prabhupada: Gut, aber warum leidest du dann?<br />
Schüler: &#8222;Na ja, das ist alles Gottes Plan. Ich leide gemäß Gottes Plan.&#8220;<br />
Srila Prabhupada: Nein. Es ist nicht Gottes Plan, dass du leidest; du leidest, weil du Gottes Gesetze verletzt. Er kontrolliert alles, aber Er hat dir ein kleines bisschen Unabhängigkeit gelassen: Du kannst entweder Seinen Gesetzen Folge leisten oder sie verletzen. Aber du bist zu töricht, um zu begreifen, daß du leidest. Du gleichst den Katzen und Hunden, die ebenfalls nicht begreifen, dass sie leiden.<br />
Unser Standpunkt ist, dass du leidest, weil du Gottes Gesetze missachtest, und wenn du den Gesetzen Gottes gehorchst, wirst du nicht mehr leiden. Aber du bist solch ein Narr, solch ein Schurke, dass du nicht einmal weißt, dass du leidest.<br />
Schüler: Aber müssen die Gottgeweihten nicht auch leiden?<br />
Srila Prabhupada: Ja, aber sie leiden auf eine andere Weise als die Nichtgottgeweihten. Materielles Leben, das der wahre Grund für alles Leiden ist, ist wie eine Krankheit, und Gottgeweihte geben diese krankhafte Lebensbedingung auf, um sich statt dessen dem Krishna-Bewusstsein zuzuwenden.<br />
Jemand, der an einer Krankheit leidet, kann nicht erwarten, auf der Stelle geheilt zu werden. Aber jemand, der die Medizin einnimmt, ist sehr intelligent; sein Leiden wird bald ein Ende haben. Diese unglückseligen und törichten Nichtgottgeweihten jedoch weigern sich sogar, die Medizin, das<br />
Krishna-Bewusstsein, zu nehmen, und aus diesem Grunde werden sie weiterhin leiden.<br />
Meistenteils jedoch ist das Leben der Gottgeweihten voller Freude. Warum sollten sie immerzu Hare Krishna chanten und tanzen; wenn sie keine Freude daran hätten?<br />
Schüler: Manchmal habe ich allerdings auch Magenbeschwerden.<br />
Srila Prabhupada: Weil du einen materiellen Körper hast. Aber dein Leiden gleicht einem Ventilator, der ausgeschaltet wurde. Der Ventilator dreht sich zwar noch, aber weil er abgeschaltet ist, wird er bald aufhören, sich zu drehen. Ähnlich verhält es sich mit deinem Leiden; es wird bald aufhören, weil du schon auf der spirituellen Ebene handelst. Und nachdem du deinen materiellen Körper aufgegeben hast, wirst du ein vollkommen glückseliges Leben führen.<br />
Krishna sagt in der Bhagavad-gita (4.9], tyaktva deharn punar janma naiti: &#8222;Nach dem Verlassen des Körpers wird ein Gottgeweihter nicht mehr in dieser materiellen Welt wiedergeboren.&#8220; Er wird keinen neuen materiellen Körper voller Leiden bekommen. Das ist sein Vorteil.<br />
Aber diese schurkischen Nichtgottgeweihten werden weiterhin einen Körper nach dem anderen annehmen, und jeder einzelne ist voller Leid. Sie werden einen Körper annehmen müssen und leiden, und dann werden sie gezwungen sein, diesen Körper zu verlassen, einen neuen Körper anzunehmen und wieder zu leiden. Solange wir einen materiellen Körper annehmen, werden wir leiden, denn einen materiellen Körper zu haben bedeutet Leid. Diejenigen, die nicht Krishna-bewusst sind, werden also ihren Körper wechseln, einen nach dem anderen, und weiterhin den dreifachen Leiden ausgesetzt sein, Leiden, die durch Körper und Geist verursacht werden; Leiden, die von anderen Lebewesen verursacht werden, und Leiden, die durch Naturkatastrophen verursacht werden.<br />
Gottgeweihte jedoch werden, selbst wenn es so aussieht, als ob sie ein wenig Leid erdulden müssten, schließlich ihren materiellen Körper aufgeben und in ihrem spirituellen Körper leben, frei von allen Leiden.</p>
<p>Schüler: Sie werden argumentieren,  ist doch nur Glaube.<br />
Srila Prabhupada: Und dein Glaube ist, dass du es nicht glaubst. Wir glauben an die Worte der Bhagavad-gita, und so haben wir die Möglichkeit, zur spirituellen Welt erhoben zu werden. Aber du hast keinen Glauben, und deshalb kannst du sicher sein,dass du weiterhin in der materiellen Welt leiden wirst. Wir sind zumindest geheilt, die Chance wahrzunehmen, aber du bist so töricht, diese Möglichkeit verstreichen zu lassen, und daher kannst du sicher sein, dass dein Leid fortdauern wird.<br />
Schüler: Inder sagen oft: &#8222;Ja, ich werde die Gelegenheit wahrnehmen, wenn Krishna will. Sein Wille ist absolut, und wenn Er wünscht, wird Er mich Krishna-bewusst machen.&#8220;<br />
Srila Prabhupada: In der Bhagavad-gita [18.66] sagt Krishna, sarva-dharman parityajya mam ekam saranam vraja: Gib all deinen Unsinn auf und ergib dich Mir. &#8216;Werde Krishna-bewusst.&#8220; So, Krishna will also, dass du dich Ihm hingibst. Wieso kommst du Seinem Wunsch nicht nach?<br />
Schüler: Warum gibt Krishna uns die Freuden der Sinnenbefriedigung, wenn sie nur Leiden verursachen?<br />
Srila Prabhupada: Wiederum die gleiche Antwort: Krishna hat uns ein wenig Unabhängigkeit gelassen &#8211; wir können unsere Sinne entweder für Sinnenbefriedigung nutzen oder um Ihm zu dienen, was die wahre Freude der Sinne ist. Die Sinne sind zum Genuss geschaffen, doch wer die Sinne in krankhafter Weise genießen will &#8211; nur zur eigenen Befriedigung -, hat sich das Leid, das er erfahren wird, selbst zuzuschreiben. Man muss seine Krankheit heilen, indem man Krishna-bewusst wird. Dann wird man grenzenlose Freude erfahren.<br />
Wir sind nicht wie die Mayavadis, Unpersönlichkeitsanhänger, die die Sinne abtöten und einen Zustand ohne Sinne erreichen wollen. Das ist nicht unsere Methode. Wir wollen unsere Sinne läutern, sarvopadhi-vinirmuktam tat-paratvena nirmalam.<br />
Angenommen, jemand kann nicht sehen, weil er den Star hat. Nach der Mayavada-Methode würde man ein Auge, das schmerzt und nicht sehen kann, herausreißen. Das ist jedoch nicht unsere Methode. Wir wollen die Krankheit heilen, damit das Auge wieder gesund und seh-fähig wird. Deshalb sollten unsere Sinne von der materiellen Krankheit geheilt werden, indem wir Krishna-Bewusstsein praktizieren. Wenn wir unsere Sinne im Dienst Hrisikesas, Krishnnas, des Meisters der Sinne, beschäftigen, werden wir echte Sinnenfreude genießen können.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/krishnatempel.wordpress.com/72/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/krishnatempel.wordpress.com/72/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/krishnatempel.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/krishnatempel.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/krishnatempel.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/krishnatempel.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/krishnatempel.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/krishnatempel.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/krishnatempel.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/krishnatempel.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/krishnatempel.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/krishnatempel.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/krishnatempel.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/krishnatempel.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/krishnatempel.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/krishnatempel.wordpress.com/72/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=72&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Thomas Von Aquin aus Vedischer Sicht</title>
		<link>http://krishnatempel.wordpress.com/2007/06/26/thomas-von-aquin-aus-vedischer-sicht/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 19:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[Jenseits unvollkommener menschlicher Vernunft Was Thomas von Aquin (1225-1274) über Gott wusste &#8211; er sah mit den Augen der Logik und beschreibt uns ein logisches aber dennoch unvollkommenes Bild Gottes. Ein Gespräch über Thomas von Aquin mit A.C. Bhaktivedanta Swami Hayagriva dasa: In seinem Werk Summa Theologica, das die offizielle Philosophie der römisch-katholischen Kirche darstellt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=70&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/gopas-yamuna.jpg" title="gopas-yamuna.jpg"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/gopas-yamuna.thumbnail.jpg?w=420" alt="gopas-yamuna.jpg" align="left" /></a><strong>Jenseits unvollkommener menschlicher Vernunft</strong><br />
Was Thomas von Aquin <font size="-1">(1225-1274)  </font>über Gott wusste &#8211; er sah mit den Augen der Logik und beschreibt uns ein logisches aber dennoch unvollkommenes Bild Gottes.</p>
<p><strong>Ein Gespräch über Thomas von Aquin mit A.C. Bhaktivedanta Swami</strong><br />
<span id="more-70"></span><br />
Hayagriva dasa: In seinem Werk <strong>Summa Theologica</strong>, das die offizielle Philosophie der römisch-katholischen Kirche darstellt, fasste Thomas von Aquin die gesamte kirchliche Doktrin zusammen. Er systematisierte ebenfalls einen großen Teil der platonischen und arestotelischen Philosophie. Thomas glaubte, religiöse Wahrheiten könnten sowohl durch Vernunft als auch durch Offenbarung erkannt werden. Er stimmte auch mit Augustinus überein, der sagte: &#8222;Ich glaube, um verstehen zu können&#8220;, und, &#8222;Ich verstehe, um glauben zu können.&#8220;<br />
So ergänzen sich Vernunft und Offenbarung als Mittel zur Erlangung der Wahrheit.<br />
Srila Prabhupada: Da die menschliche Vernunft nicht vollkommen ist, ist Offenbarung ebenfalls erforderlich. Srila Rupa Goswami hat in diesem Zusammenhang gesagt, sevonmukhe hi jiva-dau svayam eva sphuraty adah: &#8222;Wenn wir unsere Sinne im Dienste des Herrn betätigen, wird der Herr sich uns offenbaren.&#8220;<br />
Die Wahrheit kann durch Logik, Philosophie und Offenbarung erkannt werden. Gemäß der Vaishnava Tradition erkennen wir die Wahrheit durch den Guru, den spirituellen Meister, der als ein Repräsentant der absoluten Wahrheit, der Persönlichkeit Gottes, anerkannt wird. Der Guru kann die Botschaft der Wahrheit vermitteln, da er die Absolute Wahrheit durch die Schülernachfolge, die Kette der autorisierten spirituellen Meister, gesehen hat. Wenn wir einen echten spirituellen Meister annehmen und ihn durch ergebene Dienst erfreuen, können wir aufgrund seiner Barmherzigkeit und Freude, Gott und die spirituelle Welt durch Offenbarung verstehen. In dem Gebet, yasya prasada bhagavat prasadah bringen wir dem daher dem spirituellen Meister unseren Respekt dar: &#8222;Durch die Barmherzigkeit des spirituellen Meisters erlangt man den Segen Krishnas.&#8220;<br />
Hayagriva dasa: Im dreizehnten Jahrhundert betrachteten die kirchlichen Gelehrten den logischen Beweis der Existenz Gottes als sehr wichtig, und Thomas von Aquin stellte fünf elementare Gottesbeweise auf. Der erste Beweis, dass Gott notwendigerweise als die erste Ursache existiert. Zweitens könne sich die materielle Welt nicht aus sich selbst heraus erschaffen, sondern dazu sei ein äußere oder spirituelle Ursache erforderlich. Das dritte Argument lautet: Da die Welt existiert muss es auch einen Schöpfer geben, der sie erschaffen hat. Viertens: Der relativen Vollkommenheit in dieser Welt muss eine absolute Vollkommenheit zugrunde liegen. Da die Schöpfung einen Plan und einen Zweck hat, muss es auch einen Planer geben, der die Schöpfung entworfen hat.<br />
Srila Prabhupada: Auch wir respektieren diese Argumente. Ohne einen Vater und eine Mutter können keine Kinder geschaffen werden. Die modernen Philosophen ziehen dieses stärkste Argument für die Existenz Gottes nicht in Betracht. Laut der Brahma-samhita ist Krishna &#8222;sarva karana karanam&#8220;, die Ursache aller Ursachen. Alles hat eine Ursache und Gott ist die urerste Ursache.<br />
Hayagriva dasa: Thomas sagte auch, die relative Vollkommenheit, die wir in dieser Welt vorfinden, deute notwendigerweise auf eine absolute Wahrheit hin.<br />
Srila Prabhupada: Ja, die spirituelle Welt ist von absoluter Vollkommenheit, und die zeitweilige materielle Welt ist lediglich eine Spiegelung der spirituellen Welt. Jegliche Vollkommenheit hier in der materiellen Welt leitet sich von der spirituellen Welt her.<br />
Im Vedanta-sura heißt es, janmady asya yata: &#8222;Alles, was geschaffen wurde, hat seinen Ursprung in der absoluten Wahrheit.&#8220;<br />
Hayagriva dasa: Einige moderne Wissenschaftler billigen Thomas&#8217; Argument, dass die materielle Welt eine äußere oder spirituelle Entstehungsursache haben müsse, da wir in der materiellen Welt nichts entdecken können was sich selbst erschafft.<br />
Srila Prabhupada: Ja, ein Berg kann nichts erschaffen, ein menschliches Wesen hingegen kann einen Stein formen. Der Berg mag riesengroß sein , aber er ist und bleibt ein Gesteinsklumpen, unfähig irgend etwas zu formen.<br />
Hayagriva dasa: Im Gegensatz zu Platon und Aristoteles behauptet Thomas, Gott habe das Universum aus dem Nichts erschaffen.<br />
Srila Prabhupada: Nein, Gott hat das Universum durch seine verschiedenen Energien erschaffen; Gott und Seine Energien sind immer existent. Man kann nicht auf der Grundlage von Logik behaupten, das Universum sei aus dem Nichts erschaffen worden.<br />
Hayagriva dasa: Thomas würde sagen, das materielle Universum müsse aus dem Nichts entstanden sein, da es nicht aus Gottes spiritueller Natur geschaffen worden sein könne.<br />
Srila Prabhupada: Die materielle Natur ist ebenfalls eine Energie Gottes. Krishna sagt in der Bhagavad-gita (7.4):</p>
<p align="left"><strong>bhumir apo &#8216;nalo vayuh<br />
kham mano buddhir eva ca<br />
ahankara itiam me<br />
bhinna prakrtir astadha</strong></p>
<p>&#8222;Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther, Geist, Intelligenz und falsches Ego &#8211; diese acht Elemente bilden Meine abgesonderten, materiellen Energien.&#8220;<br />
Sie alle gehen von Gott aus, und daher sind sie nicht unwirklich. Diese Energien werden als untergeordnet angesehen, da sie Gottes abgesonderte materielle Energien bilden. Sie gleichen dem Klang, der von einem Kassettenrecorder ausgeht und der sich genauso wie die ursprüngliche Stimme des betreffenden Menschen anhört. Der aufgezeichnete Klang ist nicht die eigentliche Stimme der Person selbst, er stammt jedoch von dieser Person und ist nun von ihr getrennt. Wenn man nicht erkennen kann, wo dieser Klang herkommt, könnte man annehmen, dass die Person wirklich spricht, obwohl sie weit entfernt sein mag. In ähnlicher Weise ist die materielle Welt eine Erweiterung der Energie des Höchsten Herrn, und wir sollten nicht denken, sie wurde aus dem Nichts erschaffen. Sie ist von der Höchsten Wahrheit ausgegangen, bildet jedoch deren niedere, abgesonderte Energie. Die höhere Energie finden wir in der spirituellen Welt, der Welt der Realität. Parasya saktir vividhaiva sruyate: Gott hat mannigfaltige Energien, und die materielle Energie ist nur eine von ihnen. Da Gott alles ist, kann man nicht behaupten, das materielle Universum sei aus dem Nichts entstanden.<br />
Hayagriva dasa: Genauso wie Augustinus glaubte auch Thomas, dass die Sünde und der Mensch einander begleiten. Aufgrund der ursprünglichen Sünde Adams hätten es alle Menschen nötig, erlöst zu werden, und Erlösung könne nur durch Gottes Barmherzigkeit erlangt werden. Das individuelle Lebewesen müsse sich freiwillig ergeben, damit Gottes Gnade wirken kann.<br />
Srila Prabhupada: Ja, wir nennen diese Ergebung Bhakti, hingebungsvollen Dienst zum Herrn. Bhakti ist unsere ewige Beschäftigung, und wenn wir unserer ewigen Beschäftigung nachgehen, erlangen wir Erlösung, oder Befreiung. Wenn wir uns mit falschen Aktivitäten beschäftigen, unterliegen wir der Illusion, Maya. Mukti, Befreiung, bedeutet, in unserer wesenseigenen Position als ewige Diener Gottes zu verbleiben. In der materiellen Welt sind wir mit vielen verschiedenen Aktivitäten beschäftigt, die sich jedoch alle auf den materiellen Körper beziehen. In der spirituellen Welt sind wir im Dienste des Herrn tätig, und das bedeutet Befreiung oder Erlösung.<br />
Hayagriva dasa: Thomas unterschied zwischen zwei Arten von Sünden: läßlichen Sünden und Todsünden. Die Todsünde führt zu ewiger Verdammung, es sei denn, sie wird einem vergeben. Bei der läßlichen Sünde ist dies nicht der Fall. Mit anderen Worten, nach Thomas wird die Seele durch eine Todsünde befleckt.<br />
Srila Prabhupada: Wenn ein Lebewesen die Anweisungen Gottes missachtet, wird es in die materielle Welt versetzt; darin besteht seine Bestrafung. Wenn es sich nicht durch positive Gemeinschaft berichtigt und sich wieder Gott ergibt, ist es der wiederholten Seelenwanderung ausgesetzt. Es muss einen Körper nach dem anderen annehmen und so die Leiden der materiellen Existenz ertragen.<br />
Hayagriva dasa: Gut, aber wie kann man davon sprechen, dass die Seele von Sünde &#8222;befleckt&#8220; wird?<br />
Srila Prabhupada: Die Seele wird nicht befleckt, sie kann jedoch an sündhaften Aktivitäten teilnehmen. Zwar kann man Öl nicht mit Wasser vermischen, doch wenn Öl auf dem Wasser treibt, wird es von dem Wasser davongetragen. Genauso geraten wir in den Griff der materiellen Welt, sobald wir mit der materiellen Natur in Berührung kommen, prakrteh kriyamanani gunaih karmani sarvasah. Sobald das Lebewesen die materielle Welt betritt, verliert es seine Kraft. Es befindet sich dann völlig im Griff der materiellen Natur. Öl wird sich niemals mit Wasser vermischen, es kann jedoch von den Wellen davongetragen werden.<br />
Hayagriva dasa: Thomas glaubte nicht, dass die Seele getrennt von einer bestimmten Form existieren könne. Seiner Meinung nach hat Gott nicht einfach eine Seele erschaffen, die dann in der Lage ist, jede beliebige Form oder jeden beliebigen Körper zu bewohnen; vielmehr habe Er eine Engelsseele, eine Menschenseele, eine Tierseele, eine Pflanzenseele usw. erschaffen. Thomas war der Ansicht, dass die Schöpfung einer reinen Seele dem Erschaffen von Gott selbst gleichkäme.<br />
Srila Prabhupada: Die Seele wird nicht erschaffen, sondern existiert ewiglich zusammen mit Gott. Die Seele hat die Unabhängigkeit, sich von Gott abzuwenden, und in diesem Fall gleicht sie einem Funken, der von einem großen Feuer weg springt. Wenn der Funken vom Feuer getrennt ist, verliert er seine Ausstrahlung. In jedem Fall ist jedoch die Seele ewig. Der Meister und Seine Diener existieren ewiglich. Wir können nicht behaupten, dass die Teile eines Körpers getrennt geschaffen wurden. Sobald der Körper gegenwärtig ist, sind auch seine Teile da. Die Seele wird niemals geschaffen, und sie stirbt auch nie. Das wird in der Bhagavad-gita (2.20) bestätigt:</p>
<p><strong>na jayate mriyate va kadacin<br />
nayam bhutva bhavita va na bhuyah<br />
ajo nityah sasvato &#8216;yam purano<br />
na hanyate hanyamane sarire</strong></p>
<p>&#8222;Für die Seele gibt es weder Geburt noch Tod. Auch hört sie, da sie einmal war, niemals auf zu sein. Sie ist ungeboren, ewig, immerwährend, unsterblich und urerst. Sie wird nicht getötet, wenn der Körper erschlagen wird.&#8220;<br />
Es mag so erscheinen, als würde die Seele entstehen und sterben, doch das liegt nur daran, dass sie einen materiellen Körper angenommen hat. Wenn der materielle Körper stirbt, wird die Seele einfach in einen anderen Körper versetzt. Wenn die Seele befreit ist, braucht sie keinen, weiteren materiellen Körper mehr anzunehmen. Sie kann in ihrem ursprünglichen, spirituellen Körper nach Hause, zu Gott, zurückkehren. Die Seele wurde niemals erschaffen, sondern existiert ewiglich zusammen mit Gott. Wenn wir davon ausgehen, dass die Seele geschaffen wurde, so könnte die Frage auftauchen, ob auch Gott, die Höchste Seele, geschaffen wurde, oder nicht. Natürlich ist dies nicht der Fall. Gott ist ewig, und Seine winzigen Bestandteile sind ebenfalls ewig. Der Unterschied besteht darin, daß Gott niemals einen materiellen Körper annimmt, wohingegen die individuelle Seele, da sie nur ein winziges Teilchen spiritueller Energie ist, manchmal der materiellen Energie unterliegt.<br />
Hayagriva dasa: Welche Beziehung besteht zwischen der ursprünglichen, spirituellen Form der Seele und der Form des materiellen Körpers?<br />
Srila Prabhupada: Der materielle Körper ist eine Imitation. Er ist unecht. Da der spirituelle Körper eine Form hat, nimmt auch der materielle Körper eine Form an. Der materielle Körper ist wie ein Mantel. Der Stoff hat ursprünglich keine Form, doch ein Schneider kann den Stoff zuschneiden und so einen passenden Mantel daraus herstellen. Genauso ist in Wirklichkeit auch unsere Körperform, die aus materiellen Elementen hergestellt wurde, illusorisch. Die materiellen Elemente haben ursprünglich keine Form, nehmen jedoch für eine Weile eine Form an, und wenn der Körper alt geworden ist und schließlich stirbt, kehren die materiellen Elemente wieder zu ihrem ursprünglichen Zustand zurück. In der Bhagavad-gita (18.61) wird der materielle Körper mit einer Maschine verglichen. Die Seele hat ihre eigene Form, es wird ihr jedoch eine Maschine, der Körper, gegeben, den sie, in dem Versuch, sich selbst zu genießen, auf ihrer Wanderung durch das Universum benutzt.<br />
Hayagriva dasa: Thomas dachte, man sollte die heiligen Schriften nicht auf eine Bedeutung beschränken, sondern es sei gerade ein Merkmal der Erhabenheit göttlicher Schriften, daß in einem Text viele Bedeutungen enthalten sind, so dass auf diese Weise der Sinn der Schriften dem Verständnis der jeweiligen Menschen angepasst werden könne.<br />
Srila Prabhupada: Die Bedeutung der Schriften ist eine. Vielfältige Bedeutungen entstehen nur durch Auslegung. In der Bibel heißt es, dass Gott das Universum erschaffen hat, und das ist eine Tatsache. Man mag vermuten, das Universum sei aus einem Klumpen oder sonst etwas erschaffen worden, aber wir sollten die Schriften nicht auf diese Weise auslegen. Wir präsentieren die Bhagavad-gita wie sie ist, ohne Interpretation oder versteckte Motive. Wir dürfen die Worte Gottes nicht verändern. Leider haben viele Interpretatoren das Gottesbewusstsein der Gesellschaft zugrunde gerichtet.<br />
Hayagriva dasa: Thomas sagte, die Schriften könnten entsprechend dem individuellen Grade der Verwirklichung viele Bedeutungen beinhalten.<br />
Srila Prabhupada: Nein. Niemand sollte die Worte der Schriften interpretieren. &#8222;Interpretation&#8220; bedeutet &#8222;Änderung&#8220;. Der Mensch ist unvollkommen, wie kann er also die Worte Gottes ändern? Wenn die Worte geändert werden, wird sofort der Zweifel auftauchen, ob sie von Gott oder einem unvollkommenen Menschen gesprochen wurden. Sobald man die Schriften interpretiert oder verändert, verlieren sie ihre Autorität. Dann kommt jemand anders und legt sie auf seine Art aus. Ein nächster wird kommen und wieder ein nächster, und auf diese Weise wird die ursprüngliche Bedeutung der Schriften verloren gehen.<br />
Hayagriva dasa: Thomas glaubte, es sei nicht möglich, Gott in diesem Leben zu sehen. Er schreibt: &#8222;Das Wesen Gottes kann von jemandem, der lediglich ein Mensch ist, nicht wahrgenommen werden, es sei denn, er ist von seiner sterblichen Hülle getrennt . . . Das göttliche Wesen kann nicht durch die Natur der materiellen Dinge erkannt werden.&#8220;<br />
Srila Prabhupada: Was meint er mit dem &#8222;göttlichen Wesen&#8220;? Für uns ist das göttliche Wesen persönlich. Wenn man die Persönlichkeit Gottes nicht wahrnehmen kann, sieht man überall den alldurchdringenden unpersönlichen Aspekt. Wenn man weiteren Fortschritt macht, sieht man Gott als Paramatma, Überseele, im Herzen. Das ist das Resultat der Yoga-Meditation. Wenn man schließlich wirklich fortgeschritten ist, sieht man Gott von Angesicht zu Angesicht. Als Krishna auf der Erde erschien, haben Ihn die Menschen von Angesicht zu Angesicht gesehen. Die  Christen erkennen Christus als den Sohn Gottes an, und als er kam, sahen ihn die Menschen von Angesicht zu Angesicht. Denkt Thomas, Christus sei nicht das göttliche Wesen Gottes?<br />
Hayagriva dasa: Für einen Christen muss Christus die Inkarnation des göttlichen Wesens sein.<br />
Srila Prabhupada: Und haben ihn nicht viele Menschen gesehen? Wie kann dann Thomas behaupten, Gott könne nicht gesehen werden?<br />
Hayagriva dasa: Hier liegt offenbar ein Widerspruch vor. Es ist sehr schwierig zu beurteilen, ob Thomas letztlich ein Unpersönlichkeits- oder ein Persönlichkeitsanhänger war.<br />
Srila Prabhupada: Das heißt, er hat spekuliert.<br />
Hayagriva dasa: Thomas schreibt folgendermaßen über Gottes persönlichen Aspekt: &#8222;Da Gottes Natur alle Vollkommenheit in sich birgt, sollte jede Art der Vollkommenheit in Bezug zu Ihm stehen. Jedes Individuum von rationalem Wesen wird als Person angesehen, und da die Erhabenheit des göttlichen Wesens mit Sicherheit jedes andere Wesen übertrifft, ist es nur angemessen, von Gott als einer Person zu sprechen.&#8220; Näher geht Thomas auf dieses Thema nicht ein. Was das Wesen der Persönlichkeit Gottes betrifft, so haben sich auch die Kirchenväter nie spezifischer ausgedrückt.<br />
Srila Prabhupada: Christus wird als der Sohn Gottes anerkannt, und wenn man den Sohn sehen kann, warum dann nicht auch den Vater? Wenn Christus der Sohn Gottes ist, wer ist dann Gott? In der Bhagavad-gita (10.8) sagt Krishna, aham sarvasya prabhavah: &#8222;Alles geht von Mir aus&#8220;. Christus sagt, dass er der Sohn Gottes ist, und das bedeutet, daß er von Gott ausgeht. Genauso wie er eine Persönlichkeit hat, hat auch Gott eine Persönlichkeit. Deshalb sprechen wir von Krishna als der Höchsten Persönlichkeit Gottes.<br />
Hayagriva dasa: Was Gottes Namen betrifft, so war Thomas der Ansicht, dass Sein Name umso universaler und absoluter sei, je weniger er definiert werde. Deshalb glaubte er, der passende Name für Gott sei &#8222;Er, der ist&#8220;.<br />
Srila Prabhupada: Warum? Wenn Gott so aktiv ist, dass Er das gesamte Universum erschaffen hat, was ist dann falsch daran, Ihn gemäß Seinen Aktivitäten und Merkmalen anzusprechen?<br />
Hayagriva dasa: Thomas behauptet, das wahre Wesen Gottes sei die bloße Tatsache Seines Seins, die Tatsache, dass Er ist.<br />
Arila Prabhupada: Natürlich ist Er; &#8222;Er ist&#8220; bedeutet jedoch, dass Er in Seinem Reich zusammen mit Seinen Dienern, Spielgefährten, Spielen und Seinem Zubehör existiert. Alles ist vorhanden. Wir müssen nach der Bedeutung oder der Natur Seines Seins fragen. Eines von Gottes Merkmalen ist Sein. Ein weiteres Merkmal ist Seine Anziehungskraft. Gott wirkt auf alles anziehend. Das Wort Krishna bedeutet &#8222;allanziehend&#8220;. Was ist also falsch daran, Gott als Krishna anzusprechen? Weil Krishna der Genießer Radharanis ist, lautet Sein Name Radhika-ramana. Weil Er existiert, wird Er das Höchste Wesen genannt. Einerseits hat Gott keinen Namen, andererseits jedoch hat Er Millionen von Namen, entsprechend Seinen Aktivitäten.<br />
Hayagriva dasa: Anscheinend hat Thomas von Aquin grundsätzlich den unpersönlichen Standpunkt vertreten.<br />
Srila Prabhupada: Nein. Er konnte sich nicht entscheiden, ob Gott persönlich oder unpersönlich ist. Er war zwar geneigt, Gott als einer Person zu dienen, aber da er keine klare Vorstellung von Gottes Persönlichkeit hatte, ging er den Weg der Spekulation.<br />
Hayagriva dasa: Gibt es in den Veden eine Parallele zu &#8222;Ihm, der ist&#8220;?<br />
Arila Prabhupada: Ja. Om tat sat, was unpersönlich ist. Dieser Mantra kann jedoch ebenfalls zu &#8216;om namo bhagavate vasudevaya&#8217; erweitert werden. Das Wort Vasudeva bedeutet, &#8222;jemand, der überall lebt&#8220;, und es bezieht sich auf Bhagavan, die Höchste Persönlichkeit Gottes. Gott ist sowohl persönlich wie auch unpersönlich; Sein unpersönliches Merkmal ist jedoch zweitrangig. Bhagavan Sri Krishna sagt dazu in der Bhagavad-gita (14.27): &#8222;Ich bin der Ursprung des unpersönlichen Brahman, das die wahre Ebene der Glückseligkeit bildet und das unsterblich, unvergänglich und ewig ist.&#8220; Was habe ich in der Erläuterung zu diesem Vers geschrieben?<br />
Hayagriva dasa: &#8222;Das Brahman besteht aus Unsterblichkeit, Unvergänglichkeit, Ewigkeit und Glück. Das Brahman ist die Anfangsstufe transzendentaler Erkenntnis. Der Paramatma, die Überseele, ist die mittlere, also die zweite Stufe der transzendentalen Erkenntnis, und die Höchste Persönlichkeit Gottes ist die höchste Erkenntnis der Absoluten Wahrheit.&#8220;<br />
Srila Prabhupada: Das ist das göttliche Wesen in Seiner ganzen Fülle.</p>
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		<title>JENSEITS VON SEXISMUS</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 11:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[GESPRÄCH MIT A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI PRABHUPADA UND EINER REPORTERIN IM JULI 1975 IN PHILADELPHIA. Reporterin: Der Bewegung für Krishna-Bewusstsein wird oft Frauenfeindlichkeit vorgeworfen, weil Frauen bestimmte Neigungen zugeschrieben werden &#8211; ich bin mir nicht sicher, ob durch die Gottgeweihten oder die vedischen Schriften. Könnten sie sich vielleicht näher dazu äußern? Der Vorwurf geht nicht unbedingt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=68&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/women4.jpg" title="Mataji"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/women4.thumbnail.jpg?w=420" alt="Mataji" align="left" /></a>GESPRÄCH MIT A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI PRABHUPADA UND EINER REPORTERIN IM JULI 1975 IN PHILADELPHIA.</p>
<p>Reporterin: Der Bewegung für Krishna-Bewusstsein wird oft Frauenfeindlichkeit vorgeworfen, weil Frauen bestimmte Neigungen zugeschrieben werden &#8211; ich bin mir nicht sicher, ob durch die Gottgeweihten oder die vedischen Schriften. Könnten sie sich vielleicht näher dazu äußern? Der Vorwurf geht nicht unbedingt dahin, dass die Bewegung prinzipiell gegen Frauen eingestellt ist, aber dass weibliche Eigenschaften als untergeordnet diskriminiert werden.</p>
<p><span id="more-68"></span><br />
Srila Prabhupada: Spirituell gesehen haben Mann und Frau die gleiche Rolle. Auf der materiellen Ebene jedoch ist der eine Assistent, der andere Direktor. Wie wollen sie das vermeiden? Ist es möglich, dass jeder Direktor ist und niemand Assistent? Können sie Gleichheit auf der materiellen Ebene erreichen? Auf der materiellen Ebene ist einer Vater, ein anderer Kind; der eine ist Assistent, der andere Direktor; jemand ist eine Frau, jemand anders ein Mann. Wie wollen sie das ändern? Aber spirituell sind alle gleich.<br />
Reporterin: Dann ist es also unwichtig, was sich auf der materiellen Ebene abspielt?<br />
Srila Prabhupada: Wenn sie auf die spirituelle Ebene kommen, wenn sie in jedem die spirituelle Seele sehen, das ist Gleichheit. Zum Beispiel sind wir ganz unterschiedlich gekleidet. Diesen Unterschied muss es geben. Es gibt unzählige Männer und Frauen, und alle sind sie unterschiedlich gekleidet. Sie können nicht sagen, dass sie hinsichtlich ihrer Kleidung gleich sind.<br />
Aber innerhalb ihrer Bekleidung &#8211; als spirituelle Wesen &#8211; sind alle von gleicher Natur. In der Bhagavad-gita sagt Sri Krishna, dass man durch spirituelle Sicht einen Gelehrten, eine Kuh, einen Elefanten, einen Hund und sogar einen Hundeesser als einander gleich sehen kann. Aber wie können sie materiell gesehen gleich sein?<br />
Angenommen, ich würde einen großen Gelehrten einladen und ihn dann auffordern, &#8222;setzen sie sich bitte neben diesen Hund&#8220; &#8211; wird er dann erfreut sein?<br />
Er wird beleidigt sein. Ich mag sehen, dass sowohl in dem Hund als auch in dem Gelehrten eine spirituelle Seele ist. Aber wenn ich sage: &#8222;Sie mögen wohl ein großer Gelehrter sein und den Hund einfach nur für einen Hund halten, aber ich sehe sie beide als gleich an&#8220;, so wird er beleidigt sein. Wir können also nicht die unterschiedliche materielle Stellung ignorieren; gleichzeitig müssen wir aber verstehen, wie die Situation auf der spirituellen Ebene aussieht.<br />
Auf der Ebene des materiellen Körpers mag man Mann und Frau künstlich gleichstellen, aber in Wirklichkeit entspricht das nicht den Tatsachen. An einer Stelle der Bhagavad-gita sagt die Höchste Persönlichkeit Gottes, dass jemand, der mit spirituellem Wissen erleuchtet ist, jedermann als gleich sieht. Und doch sagt der Höchste Herr an einer anderen Stelle, strisu dustasu varsneya jayate varna-sankarah: Wenn die Frauen nicht beschützt werden, werden Männer mit niedrigem Charakter sie verführen, so dass unerwünschte Nachkommenschaft die Gesellschaft belastet. Die &#8222;Frauenbefreiung&#8220; zum Beispiel ist einfach nur ein Trick der Männer. Jetzt können sie Prostitution umsonst haben, das ist alles. Sobald die Frau schwanger geworden ist, kann der Mann sie verlassen und ihr die Wahl lassen, vom Staat Unterstützung zu erbetteln oder ihr Kind zu töten &#8211; durch Abtreibung. Sie hören das wahrscheinlich nicht gern, aber &#8222;Frauenbefreiung&#8220; bedeutet, dass die Männer euch Frauen hereingelegt haben. Um auf dem Weg spiritueller Verwirklichung fortzuschreiten, müssen wir deshalb ein paar kleine materielle Unterschiede machen: Frauen müssen beschützt werden.<br />
Wenn wir die Frauen tatsächlich benachteiligen würden, wie könnten wir dann in unserem Tempel zusammen glücklich sein? Wir sind alle glücklich, eben weil wir tatsächlich gleich sind &#8211; auf der spirituellen Ebene. Wir sagen nicht: &#8222;Du bist eine Frau. Du kannst kein Gottgeweihter werden.&#8220; Nein. Wir heißen jeden willkommen. Wir fordern jeden auf: &#8222;Komm auf die spirituelle Ebene. Dann wird alles glückverheißend.&#8220; Ein spirituell verwirklichter Mensch weiß, dass spirituell gesehen zwischen ihm und allen anderen kein Unterschied besteht &#8211; und deshalb ist er glücklich. In der materiellen Lebensauffassung versucht der eine stets die Stellung des anderen einzunehmen. Aber auf der spirituellen Ebene gibt es kein Verlangen und kein Klagen mehr, weil jeder versteht dass wir spirituell alle gleich sind.<br />
Hier in unserem Tempel können sie es praktisch sehen: Die Söhne tanzen, die Väter tanzen, die Schwarzen tanzen, die Weißen tanzen, die Jungen tanzen, und die Alten tanzen. Die Frau tanzt, der Mann tanzt &#8211; jeder tanzt. Sie tanzen nicht künstlich, wie Hunde. Sie tanzen aus spiritueller Ekstase. Das ist die spirituelle Ebene, die &#8222;Tanz-Ebene&#8220;. Sie tanzen natürlich und spontan, weil sie Gott verwirklichen und in Beziehung mit Gott stehen. Sie fühlen die Ekstase &#8222;Wir sind alle Diener Krishnas.&#8220;<br />
Das geschieht trotz aller möglichen materiellen Unterschiede. Der Körperbau eines Mannes und der einer Frau sind verschieden. Wie kann man behaupten, Mann und Frau wären gleich? Wenn sie auf der materiellen Ebene gleich wären, warum wird dann nicht auch der Mann schwanger? Der Unterschied ist von Natur aus da. Manchmal denken die Leute, dass ich den Unterschied schaffen würde, aber er ist bereits da. Wenn Männer und Frauen jedoch ungeachtet dieses Unterschiedes in Beziehung zu Krishna denken: &#8222;Ich bin eine spirituelle Seele; meine Aufgabe ist es, Gott zu dienen&#8220;, dann sind sie gleich.<br />
Unser Vorschlag ist, dass man nicht künstlich versuchen sollte, Gleichheit herzustellen. Das wird sich nur als Fehlschlag erweisen. Es ist bereits ein Fehlschlag. Zum Beispiel sah ich in London eine Polizistin. Ich fragte sie also im Scherz: &#8222;Wenn ich sie an der Hand packe und sie entführe, was würden sie dann tun? Sie würden um Hilfe rufen. Was hat es also für einen Zweck, dass sie Polizist sind?&#8220; Ein Polizist braucht körperliche Kraft. Einem Rowdy kann er einen Schlag versetzen oder ihn gefangen nehmen; aber was kann schon eine Frau ausrichten? Deshalb lautet unsere Devise &#8222;praktisch sein&#8220;. Künstliche Gleichheit wird nicht von Dauer sein.<br />
Ohne Zweifel sind wir alle gleich, weil wir alle spirituelle Seelen sind. Asmin dehe: In jedem lebenden materiellen Körper befindet sich eine spirituelle Seele. Das müssen wir zuerst verstehen, und wenn wir auf dieser Ebene der spirituellen Seele dann Wissen kultiviert haben, können wir uns ohne jede Beeinträchtigung gleich fühlen. Jeder wird dann friedvoll. Das ist unser Wunsch. Wir betonen diesen Punkt &#8211; dass es nicht die geringste Wirkung haben wird, wenn man sich künstlich Gleichheit einbildet. Aber das Verständnis, dass wir spirituell gleich sind, ist sehr vorteilhaft. Es wird Glück und Frieden über die ganze Welt bringen.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/krishnatempel.wordpress.com/68/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/krishnatempel.wordpress.com/68/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/krishnatempel.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/krishnatempel.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/krishnatempel.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/krishnatempel.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/krishnatempel.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/krishnatempel.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/krishnatempel.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/krishnatempel.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/krishnatempel.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/krishnatempel.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/krishnatempel.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/krishnatempel.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/krishnatempel.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/krishnatempel.wordpress.com/68/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=68&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>GÖTTLICHE KULTUR</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 07:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[von A.C.Bhaktivedanta Swami Prabhupada Ein verbreiteter Irrtum ist, die Bewegung für Krishna-Bewusstsein repräsentiere die Religion der Hindus. In Wirklichkeit aber ist Krishna-Bewusstsein keinesfalls ein Glaube oder eine Religion mit dem Ziel, andere Glaubensrichtungen oder Religionen zu widerlegen. Vielmehr ist es eine essentielle kulturelle Bewegung für die gesamte menschliche Gesellschaft &#8211; ohne Sektierertum. Diese kulturelle Bewegung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=66&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/uddhavasentaway.jpg" title="Uddhava"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/uddhavasentaway.thumbnail.jpg?w=420" alt="Uddhava" align="left" /></a>von A.C.Bhaktivedanta Swami Prabhupada</p>
<p>Ein verbreiteter Irrtum ist, die Bewegung für Krishna-Bewusstsein repräsentiere die Religion der Hindus. In Wirklichkeit aber ist Krishna-Bewusstsein keinesfalls ein Glaube oder eine Religion mit dem Ziel,  andere Glaubensrichtungen oder Religionen zu widerlegen. Vielmehr ist es eine essentielle kulturelle Bewegung für die gesamte menschliche Gesellschaft &#8211; ohne Sektierertum. Diese kulturelle Bewegung ist insbesondere dafür bestimmt, den Menschen zu zeigen, wie sie Gott lieben können.</p>
<p><span id="more-66"></span></p>
<p>Manchmal denken Inder, sowohl innerhalb als auch außerhalb von Indien, wir würden Hindu-Religion predigen, aber in Wirklichkeit ist das nicht so. Man wird das Wort &#8222;Hindu&#8220; in der Bhagavad-gita nicht finden. Ja, in der ganzen vedischen Literatur gibt es kein solches Wort wie &#8222;Hindu&#8220;. Dieses Wort ist von Mohammedanern eingeführt worden, die in Nachbargebieten Indiens, wie Afghanistan, Beluchistan und Persien, wohnten. Es gibt einen Fluss namens Sindhu, der die Grenze der nordwestlichen Gebiete Indiens bildet, und da die Moslems &#8222;Sindhu&#8220; nicht richtig aussprechen konnten, nannten sie den Fluss statt dessen &#8222;Hindu&#8220;, und die Bewohner dieses Landes bezeichneten sie als &#8222;Hindus&#8220;. In Indien werden die Europäer in der vedischen Sprache als Mlecchas oder Yavanas bezeichnet. In ähnlicher Weise ist &#8222;Hindu&#8220; ein Name, der von den Mohammedanern eingeführt wurde.<br />
Indiens eigentliche Kultur ist in der Bhagavad-gita beschrieben, wo es heißt,<br />
dass es je nach den verschiedenen Eigenschaften oder Erscheinungsweisen der Natur verschiedene Arten von Menschen gibt, die man allgemein in vier soziale und vier spirituelle Schichten unterteilt. Dieses System sozialer und spiritueller Einteilungen ist als Varnasrama-dharma bekannt. Die vier Varnas oder sozialen Schichten sind die Brahmanas, Ksatriyas, Vaisyas und Sudras. Die vier Ashramas oder spirituellen Ordnungen sind Brahmacarya, Grihastha, Varnaprastha und Sannyasa. Das Varnasrama-System ist in den als Puranas bekannten vedischen Schriften beschrieben. Das Ziel dieser Einrichtung vedischer Kultur besteht darin, jeden auszubilden, Wissen von Krishna oder Gott zu entwickeln. Das ist das ganze vedische Programm.<br />
Als Sri Caitanya mit dem großen Gottgeweihten Ramananda Raya sprach, fragte der Herr ihn: &#8222;Was ist das Grundprinzip menschlichen Lebens?&#8220; Ramananda Raya antwortete, dass die menschliche Zivilisation beginne, wenn der Mensch das Varndsrama-dharma-System anerkenne. Bevor man auf die Ebene von Varnasrama-dharma kommt, kann von menschlicher Zivilisation keine Rede sein. Deshalb versucht die Bewegung für Krishna-Bewusstsein, dieses richtige System menschlicher Zivilisation einzuführen, das auch als Krishna-Bewusstsein oder Daiva-Varnasrama, göttliche Kultur, bekannt ist.<br />
In Indien folgt man heute dem Varnasrama-System in einer verzerrten Form, und so erhebt jemand, der in der Familie eines Brahmanen, geboren wurde, den Anspruch, als Brahmane anerkannt zu werden. Aber dieser Anspruch wird von der Sastra nicht anerkannt. Der Vorvater mag nach der Gotra oder Familienerbfolge ein Brahmane gewesen sein, doch wirkliches Varnasrama-dharma basiert auf den tatsächlichen Eigenschaften, die man besitzt, ungeachtet der Geburt oder Erbfolge. Deshalb predigen wir nicht das heutige System der Hindus, vor allem nicht das derer, die unter dem Einfluß Sankaracaryas stehen, denn Sankaracarya lehrte, daß die Absolute Wahrheit unpersönlich sei, und verleugnete so indirekt die Existenz Gottes.<br />
Sankaracaryas Mission war etwas Besonderes; er erschien, um nach dem Einfluss des Buddhismus den vedischen Einfluss wiederherzustellen. Weil der Buddhismus unter Kaiser Asokas Schirmherrschaft stand, war die buddhistische Religion vor 2600 Jahren praktisch in ganz Indien verbreitet. Wie wir aus der vedischen Literatur erfahren, war Buddha eine Inkarnation Krishnas, der mit einer besonderen Macht ausgestattet war und zu einem besonderen Zweck erschien. Sein Gedanken- oder Glaubenssystem wurde weitgehend anerkannt, doch Buddha lehnte die Autorität der Veden ab. Während sich der Buddhismus ausbreitete, kam die vedische Kultur sowohl in Indien als auch an anderen Orten zum Stillstand. Da es Sankaracaryas einziges Ziel war, Buddhas Philosophie-System zu vertreiben, führte er ein System ein, das man als Mayavada bezeichnet.<br />
Streng genommen ist Mayavada Philosophie Atheismus, denn es ist ein Vorgang, bei dem man sich nur vorstellt, dass es Gott gibt. Dieses Mayavada-System der Philosophie hat schon seit undenklichen Zeiten existiert. Das gegenwärtige indische System der Religion oder Kultur basiert auf der Mayavada-Philosophie  Sankaracaryas, die ein Kompromiß mit der buddhistischen Philosophie ist. Der Mayavada-Philosophie zufolge gibt es letztlich keinen Gott, oder wenn Gott existiert, dann ist Er unpersönlich und alldurchdringend, und man kann Ihn sich daher in irgendeiner beliebigen Form vorstellen. Diese Schlussfolgerung stimmt nicht mit der vedischen Literatur überein. Diese Literatur nennt viele Halbgötter, die für verschiedene Zwecke verehrt werden, doch in jedem Fall wird der Höchste Herr, die Persönlichkeit Gottes, Vishnu, als der Höchste Herrscher anerkannt. Das ist wirkliche vedische Kultur.<br />
Die Philosophie des Krishna-Bewusstseins verneint nicht die Existenz Gottes und der Halbgötter, doch die Mayavada-Philosophie verneint beide. Sie lehrt, dass weder die Halbgötter noch Gott existieren. Für die Mayavadis ist letztlich alles nichtig. Sie sagen, man könne sich irgendeine Autorität vorstellen &#8211; Vishnu, Durga, Shiva oder den Sonnengott &#8211; , weil diese Halbgötter im allgemeinen in der Gesellschaft verehrt werden. Doch die Mayavada-Philosophie erkennt die Existenz keiner dieser Halbgötter tatsächlich an. Die Mayavadis sagen, man könne sich irgendeine dieser Formen vorstellen, weil man seinen Geist nicht auf das unpersönliche Brahman konzentrieren könne. Dies ist ein neues System, das man Pancopasana nennt. Es wurde von Sankaracarya eingeführt, doch lehrt die Bhagavad-gita solche Doktrinen nicht, und deshalb sind sie nicht autoritativ.<br />
Die Bhagavad-gita erkennt die Existenz der Halbgötter an. Die Halbgötter werden in den Veden beschrieben, und man kann ihr Dasein nicht verleugnen, doch sind sie nicht so zu verstehen oder zu verehren, wie es Sankaracarya beschrieb. Die Verehrung der Halbgötter wird in der Bhagavad-gita abgelehnt. Die Gita (7.20) erklärt eindeutig:</p>
<p><strong>kamais tais fair hrta jnanah<br />
prapadyante nya devatah<br />
taril tarit niyamam asthaya<br />
prakrtya niyatah svaya</strong></p>
<p>„Diejenigen, deren Geist durch materielle Wünsche verzerrt ist, ergeben sich Halbgöttern und folgen, ihrem eigenen Wesen entsprechend, bestimmten Regeln und Vorschriften der Verehrung.&#8220; Weiter sagt Sri Krishna in der Bhagavad-gita (2.44):</p>
<p><strong>bhogaisvarya prasaktanam<br />
tayapahrta cetasam<br />
vyajavasayatmikabuddhih<br />
samadhau na vidhivate</strong></p>
<p>„Im Geist derer, die zu sehr an Sinnengenuss und materiellem Reichtum haften und die von solchen Dingen verwirrt sind, kommt es nicht zu dem festen Entschluss, dem Höchsten Herrn in Hingabe zu dienen.&#8220;<br />
Diejenigen, die sich den verschiedenen Halbgöttern zuwenden, sind als hritah jnanah beschrieben worden, was bedeutet „diejenigen, die ihre Vernunft verloren haben&#8220;. Auch das wird in der Gita weiter erklärt (7.23):</p>
<p><strong>antavat tu phalam tesam<br />
tad bhavaty alpa medhasam<br />
devan deva yajo yanti<br />
mad bhakta yanti mam api<br />
</strong><br />
„Menschen mit geringer Intelligenz verehren die Halbgötter, und ihre Früchte sind begrenzt und vergänglich. Die Verehrer der Halbgötter gehen zu den Planeten der Halbgötter, doch Meine Geweihten erreichen Meinen höchsten Planeten.&#8220;<br />
Die von den Halbgöttern gegebenen Segnungen sind zeitweilig, denn jeden materiellen Vorteil kann man nur in Verbindung mit dem zeitweiligen materiellen Körper genießen. Was immer man an materiellen Möglichkeiten bekommt, entweder durch moderne wissenschaftliche Methoden oder durch Segnungen seitens der Halbgötter, wird mit dem Körper zu Ende sein. Spiritueller Fortschritt aber wird niemals zu Ende sein.<br />
Man sollte nicht glauben, wir predigten eine sektiererische Religion. Nein, wir predigen einfach, wie man Gott lieben kann. Es gibt viele Theorien in bezog auf die Existenz Gottes. Der Atheist zum Beispiel wird niemals an Gott glauben. Atheisten wie der Nobelpreisträger Professor Jaques Monod erklären, alles sei Zufall. Andere Philosophien, wie die karma-mimamsa Philosophie, gehen davon aus, dass man, wenn man seine Arbeit gut und ehrlich verrichtet, von selbst das Ergebnis bekommen wird, ohne dass man sich an Gott zu wenden braucht. Als Beweis führen die Vertreter solcher Theorien das Argument an, dass eine Krankheit, mit der man sich angesteckt hat, geheilt wird, wenn man ein Medikament nimmt, das ihr entgegenwirkt. Unser Argument in diesem Zusammenhang lautet jedoch, dass jemand, selbst wenn man ihm die beste Arznei gibt, trotzdem sterben mag. Die Ergebnisse sind nicht immer vorhersehbar. Deshalb gibt es eine höhere Autorität, daiva-netrena, einen höchsten Direktor. Wie ist es sonst zu erklären, dass der Sohn eines reichen und frommen Mannes zu einem Hippie auf der Straße wird, oder dass jemand, der sehr schwer arbeitet und reich wird, von seinem Doktor gesagt bekommt „Ab jetzt dürfen Sie keine feste Nahrung mehr essen, sondern nur noch Haferschleimsuppe löffeln&#8220;?<br />
Die karma-mimamsa Theorie behauptet, die Welt drehe sich ohne die höchste Führung Gottes. Solche Philosophien sagen, alles geschehe durch Lust . Durch Lust fühle sich ein Mann zu einer Frau hingezogen; zufällig komme es zum Geschlechtsverkehr, die Frau werde schwanger. Es gebe eigentlich keinen Plan, die Frau zu schwängern, doch durch eine natürliche Folge, wenn sich nämlich ein Mann und eine Frau vereinen, werde ein Ergebnis erzeugt. Die atheistische Theorie, die im 16. Kapitel der Bhagavad-gita als asurisch oder dämonisch beschrieben wird, besagt, dass im Grunde alles auf diese Weise geschieht, nämlich durch Zufall und als Ergebnis natürlicher Anziehung  Diese dämonische Theorie unterstützt die Vorstellung, dass man Verhütungsmittel verwenden kann, wenn man Kinder vermeiden will.<br />
Im Grunde aber gibt es für alles einen großen Plan  &#8211; den vedischen Plan. Die vedische Literatur gibt Weisungen, wie sich Männer und Frauen vereinigen sollen, wie sie Kinder zeugen sollen und was der Zweck des Geschlechtslebens ist. Krishna sagt in der Bhagavad-gita, dass Sexualität, die von der vedischen Vorschrift gebilligt wird, das heißt Sexualität nach den vedischen Regeln und Regulierungen, erlaubt und für ihn annehmbar ist. Doch durch Zufall herbeigeführte Sexualität ist nicht akzeptabel. Wenn man sich durch Zufall sexuell angezogen fühlt und es Kinder gibt, werden diese als Varna-sankara oder unerwünschte Bevölkerung bezeichnet. Das ist die Lebensweise niederer Tiere, sie ist nicht menschenwürdig. Für Menschen gibt es einen Plan. Wir können die Theorie, dass es für das menschliche Leben keinen Plan gibt oder dass alles durch Zufall und materielle Notwendigkeit entsteht, nicht anerkennen.<br />
Sankaracaryas Theorie, dass es keinen Gott gibt und dass man mit seiner Arbeit fortfahren und sich Gott in irgendeiner Form vorstellen kann, nur um Frieden und Ordnung in der Gesellschaft aufrechtzuerhalten, beruht mehr oder weniger ebenfalls auf dieser Vorstellung von Zufall und Notwendigkeit. Unser Weg jedoch, der ganz anders ist, beruht auf Autorität. Es ist das göttliche varnasrama-dharma, das Krishna empfiehlt, nicht das Kastensystem, wie es heute verstanden wird. Dieses moderne Kastensystem wird heute auch in Indien verurteilt, und es sollte verurteilt werden, denn die Klassifizierung verschiedener Arten von Menschen nach Geburt ist nicht das vedische oder wirkliche Kastensystem.<br />
Es gibt viele Klassen von Menschen in der Gesellschaft   manche Menschen sind Ingenieure, andere sind Ärzte, wieder andere sind Chemiker, Händler, Geschäftsleute und so fort. Diese verschiedenen Klassen werden jedoch nicht durch Geburt bestimmt, sondern durch Eigenschaft. So etwas wie das Kaste-durch-Geburt-System wird von der vedischen Literatur nicht gebilligt, noch akzeptieren wir es. Wir haben nichts mit dem Kastensystem zu tun, das heute auch von der Öffentlichkeit in Indien abgelehnt wird. Vielmehr geben wir jedem die Möglichkeit, ein Brahmane zu werden und so die höchste Stufe des Lebens zu erreichen.<br />
Weil es in der heutigen Zeit an Brahmanen, spirituellen Führern, und Ksatriyas oder Verwaltern mangelt, und weil die ganze Welt von Sudras oder Menschen der manuellen Arbeiterklasse regiert wird, gibt es viele Probleme in der Gesellschaft. Es ist wegen all dieser Probleme, die wir zu lösen haben, dass wir uns dieser Bewegung für Krishna-Bewusstsein anschließen müssen. Wenn die Brahmanen Klasse tatsächlich wiederhergestellt ist, wird das soziale Wohlergehen der anderen Schichten von selbst folgen, ebenso wie das Gehirn, das vollkommen in Ordnung ist, dafür sorgt, daß die anderen Teile des Körpers, die Arme, der Magen und die Beine, alle sehr harmonisch zusammenarbeiten.<br />
Das Endziel dieser Bewegung besteht darin, die Menschen zu erziehen, Gott zu<br />
lieben. Caitanya Mahaprabhu befürwortet die Schlussfolgerung, dass die höchste Vollkommenheit des menschlichen Lebens darin besteht, zu lernen, wie man Gott liebt. Die Bewegung für Krishna Bewusstsein hat mit der Hindu Religion oder irgendeinem anderen Religionssystem nichts zu tun. Kein wirklicher Christ wird daran interessiert sein, von seinem christlichen Glauben zum hinduistischen überzuwechseln. In ähnlicher Weise wird kein kultivierter Hindu bereit sein, zum christlichen Glauben überzutreten. Solches Wechseln kommt nur bei Menschen vor, die keinen bestimmten sozialen Standort haben. Jeder aber wird daran interessiert sein, die Philosophie und Wissenschaft von Gott zu verstehen und sie ernst zu nehmen. Man sollte klar verstehen, dass die Bewegung für Krishna Bewusstsein nicht die sogenannte Hindu Religion predigt. Wir bieten eine spirituelle Kultur an, die alle Probleme des Lebens zu lösen vermag. Deshalb wird Krishna-Bewusstsein auf der ganzen Welt angenommen.</p>
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		<title>Srila Prabhupada kommentiert Jean-Paul Sartre</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 17:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[Hayagriva dasa: Jean-Paul Sartre, der vielleicht berühmteste Philosoph unseres Jahrhunderts, nennt sich einen &#8222;atheistischen Existentialisten&#8220;. Seiner Ansicht nach wurde der Mensch in diese Welt hinein gestoßen und dann seinem Schicksal überlassen. Für ihn ist Gott tot. Srila Prabhupada: Weder ist Gott tot, noch hat Er uns vergessen. Wenn wir uns verlassen fühlen, ist dies darauf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=64&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/krishna01.jpg" title="Krishna"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/krishna01.thumbnail.jpg?w=420" alt="Krishna" align="left" /></a>Hayagriva dasa: Jean-Paul Sartre, der vielleicht berühmteste Philosoph unseres Jahrhunderts, nennt sich einen &#8222;atheistischen Existentialisten&#8220;. Seiner Ansicht nach wurde der Mensch in diese Welt hinein gestoßen und dann seinem Schicksal überlassen. Für ihn ist Gott tot.</p>
<p><span id="more-64"></span><br />
Srila Prabhupada: Weder ist Gott tot, noch hat Er uns vergessen. Wenn wir uns verlassen fühlen, ist dies darauf zurückzuführen, dass wir etwas getan haben, was uns in diesen Zustand versetzt hat. Wenn wir unseren Zustand berichtigen, werden wir wieder angenommen werden. Gegenwärtig leben wir in Verbannung, in der materiellen Welt. Wir sollten jedoch nicht denken, nur weil wir verbannt worden sind, müsste auch Gott in Verbannung leben. Gott befindet sich stets in Vaikuntha, der spirituellen Welt; Gott ist nicht tot.<br />
Hayagriva dasa: Sartre jedenfalls, der sich nun mal als atheistischen Existentialisten bezeichnet, leugnet die Existenz Gottes, insbesondere die Existenz eines persönlichen Gottes. Sartre möchte die gesamte Frage um Gottes Existenz beiseite schieben und dafür den Menschen, die &#8222;menschliche Realität&#8220;, betonen.<br />
Srila Prabhupada: Aber die Frage um Gottes Existenz ist die Zentralfrage der Philosophie. Gott hat alles geschaffen unseren Geist, unsere Intelligenz, unseren Körper und auch unsere Lebensumstände. Wie kann man Seine Existenz abstreiten? In den vedischen Schriften heißt es, dass am Anfang Gott existierte, und auch die Bibel sagt, daß am Anfang Gott war. Die Existenz in diesem materiellen Universum ist vergänglich. Entsprechend den Gesetzen der materiellen Natur wird unser Körper an einem bestimmten Tag geschaffen, existiert dann für einige Zeit, und letztlich wird er vernichtet. Ebenso hat auch die gesamte kosmische Manifestation einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Wer existierte jedoch vor der Schöpfung des Universums? Wie war die Schöpfung möglich, wenn es keinen Gott gab?<br />
Hayagriva dasa: Sartre würde die Existenz eines Schöpfers des Universums nicht anerkennen. Er würde sagen, der Mensch existiere einfach, er tauche auf, erscheine auf der Bühne.<br />
Srila Prabhupada: Jeder erscheint aufgrund seines Vaters und seiner Mutter. Wie kann man das abstreiten? Will Sartre damit etwa sagen: &#8222;Ich bin ganz plötzlich erschienen &#8211; ich bin vom Himmel gefallen.&#8220;- Nur ein Dummkopf würde behaupten, ohne Eltern erschienen zu sein. Aus Erfahrung wissen wir, dass alle Lebensarten von irgendeiner Mutter abstammen. Als Ganzes gesehen, ist die materielle Natur die Mutter. Und sobald man die Mutter akzeptiert hat, muß man auch den Vater, Gott, akzeptieren.<br />
Warum sollte Gott nicht existieren? Wenn man an seine eigene Existenz glaubt, warum dann nicht an die Existenz Gottes? In den mannigfaltigsten Formen existieren 8 400 000 verschiedene Lebensarten. Nach vedischem Verständnis ist Gott ebenfalls ein Lebewesen; da Er jedoch das Oberhaupt ist, das höchste Lebewesen, unterscheidet Er sich von allen anderen. In der Bhagavad-gita (7.7) heißt es, mattah parataram nanyat: &#8222;Es gibt kein Lebewesen, das Gott übergeordnet ist. &#8222;Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, daß es Lebewesen gibt, die intelligenter sind als wir. Und Gott besitzt die höchste Intelligenz. Warum sollte eine Person, die alle anderen an Intelligenz übertrifft, nicht existieren können? Gottes Existenz steht außer Frage. Gott muss existieren. In den Sastras, den überlieferten Schriften, wird Er als die alles-überragende Persönlichkeit, das mächtigste und intelligenteste Wesen, beschrieben. Wir können beobachten, dass sich im Grunde niemand auf der Welt auf einer gleichen Ebene befindet: Es gibt verschiedene Grade von Vollkommenheit. Das deutet darauf hin, dass es eine unübertreffliche Person geben muß, und wenn wir fortfahren, nach der Person mit dem größten Reichtum, der größten Intelligenz, Macht, Schönheit, zu suchen, werden wir feststellen, dass Gott all diese Qualitäten im höchsten Maße besitzt und dass jedes andere Lebewesen sie in einem dazu relativen Maße besitzt. Wie können wir also Gottes Existenz rational verneinen? Im Grunde bedeutet Sartres Behauptung, er möchte nicht, dass Gott existiert.<br />
Hayagriva dasa: Weil man von der menschlichen Natur nicht auf einen Gott schließen kann, lautet nach Sartre der wichtigste Grundsatz des Existentialismus: &#8222;Der Mensch ist nichts anderes als das, was er aus sich selbst macht . . . der erste Schritt des Existentialismus besteht darin, jedem deutlich zu machen, was er ist, und die gesamte Verantwortung für seine Existenz ihm zu übertragen.&#8220; Es ist gerade diese Verantwortung &#8211; diese Freiheit, sich selbst und die Welt zu ändern -, die den modernen Menschen mit Schmerz und Angst erfüllt.<br />
Srila Prabhupada: Das bedeutet, der moderne Mensch befindet sich in einem hilflosen Zustand. Er möchte Frieden, weiß jedoch nicht, wie. Für einen Menschen in Unwissenheit ist Frieden nicht möglich, was jedoch nicht bedeutet, dass es grundsätzlich keinen Frieden geben kann. Der Mensch ist ohne Zweifel für sein Leben verantwortlich, warum also nicht von dieser Verantwortung Gebrauch machen und sich zu einem sicheren Ort begeben, wo es keine Angst gibt? Selbst wenn man momentan einen solchen Ort nicht kennt, mag es ihn nichtsdestoweniger sehr wohl geben; warum also nicht jemanden fragen, der ihn kennt? Warum sollte man ständig enttäuscht und voller Angst bleiben? Der sichere Ort, wo es keine Angst gibt, wird Vaikuntha genannt. Das Wort Vaikuntha bedeutet bereits &#8222;ohne Angst&#8220;.<br />
Hayagriva dasa: Sartre glaubt, daß die Menschen friedvoll zusammenleben könnten, wenn sie nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Verantwortung übernehmen würden.<br />
Srila Prabhupada: Nehmen wir an, ich möchte dir etwas Gutes tun, und du bist frei. Deine Freiheit bedeutet, dass du meine guten Ratschläge befolgen oder zurückweisen kannst. Wie kann ich jedoch für dich verantwortlich sein, wenn du nicht auf mich hörst? Sartre behauptet, wir würden für andere verantwortlich sein; wie kann man uns jedoch verantwortlich machen, wenn sie unseren Anweisungen nicht folgen? Das ist alles voller Widersprüche. Solange es kein Standardwissen gibt, muss es immer Widersprüche geben. Nach den vedischen Schriften ist Gott die Höchste Person, und wir alle sollten Seine gehorsamen Diener sein. Gott betraut uns mit einer gewissen Pflicht, und wir sind dafür verantwortlich, diese Pflicht zu erfüllen. Unsere wirkliche Verantwortung ist die Verantwortung gegenüber Gott. Wenn wir Gott zurückweisen, steuert die Gesellschaft auf ein Chaos zu. Religion bedeutet, das Chaos zu vermeiden und unserer Verantwortung<br />
gegenüber Gott gerecht zu werden, indem wir unsere Pflicht erfüllen. Wir tragen eine Verantwortung, und diese wurde uns von Gott auferlegt. Wenn wir durch die Erfüllung unserer Pflicht spirituellen Fortschritt machen, können wir letztlich mit Gott persönlich in Vaikuntha leben.<br />
Hayagriva dasa: Sartre schreibt: &#8222;Da wir Gott, den Vater, abgeschafft haben, muss es jemanden geben, der Werte schafft . . . Weiterhin, zu sagen, dass wir Werte schaffen, bedeutet nichts anderes als folgendes: Leben hat keine Bedeutung a priori. Bevor wir zum Leben erwachen, ist das Leben nichts; es bleibt uns selbst überlassen, diesem Leben ein Ziel zu setzen, und ein Wert ist nichts anderes als das Ziel, das wir gewählt haben.&#8220;<br />
Srila Prabhupada: Folglich denkt sich jeder sein eigenes Ziel aus? Wenn dies der Fall ist, wie können die Menschen dann friedlich zusammenleben?&#8217; Da jeder seine eigene Vorstellung vom Leben hat, kann keine Harmonie herrschen. Was für eine Regierung soll es geben?<br />
Hayagriva dasa: Sartre hat sich neuerdings dem Marxismus zugewandt.<br />
Srila Prabhupada: Aber in kommunistischen Ländern gibt es sehr starke Regierungen. Es ist den Menschen nicht möglich, Regierung und Führung zu umgehen.<br />
Hayageva dasa: Sartre glaubt, dass unabhängig von der Regierungsform, in welcher der Mensch lebt, die Struktur des menschlichen Bewusstseins ihrem Wesen nach frei ist. Überdies vertritt Sartre die Ansicht, dass der Mensch dazu verdammt sei, frei zu sein; Freiheit sei ein Schicksal, dem er nicht entrinnen könne.<br />
Srila Prabhupada: Wenn der Mensch verdammt ist, stellt sich die Frage, wer ihn verdammt hat.<br />
Hayagriva dasa: Sartre würde sagen, der Mensch sei durch Zufall verdammt worden.<br />
Srila Prabhupada: Mit anderen Worten, es ist lediglich dem Zufall zuzuschreiben, daß der eine verdammt und der andere gesegnet ist. Es ist nur ein Zufall, dass einer im Gefängnis sitzt und ein anderer nicht. Was ist das für eine Philosophie? Solche sogenannten Philosophen führen einfach nur andere in die Irre. Im Grunde geschieht nichts zufällig. Das Lebewesen ist dazu verdammt worden, in der materiellen Welt zu leben, dem stimmen wir zu; wenn wir jedoch von Verdammung sprechen, meinen wir damit, daß es seine Freiheit verloren hat. Es unterliegt der strengen Herrschaft der materiellen Natur. Die materielle Welt gleicht einem riesigen Meer, und wer in dieses Meer hineingeworfen wird, hat keine Freiheit mehr. Er bewegt sich mit den Wellen. Das bedeutet, es gibt eine Macht, die ihn kontrolliert. Da er sich der Kontrolle der materiellen Natur ausgesetzt hat, handelt er nach dem Diktat der Erscheinungsweisen der materiellen Natur. Krishna sagt in der Bhagavad-gita: &#8222;Die verwirrte Seele hält sich unter dem Einfluss der Erscheinungsweisen der materiellen Natur für den Ausführenden von Handlungen, die in Wirklichkeit von der Natur verrichtet werden.&#8220; (Bg. 3.27) Da der Mensch von der materiellen Natur bedingt wird, fühlt er ihre Kontrolle &#8211; obwohl er denkt, er sei frei. Man verliert seine Freiheit, wenn man in den Ozean der materiellen Existenz geworfen wird. Würde man sich jedoch in bessere Umstände versetzen, könnte man seine Freiheit wiedergewinnen. Daher ist es die Pflicht eines jeden, sich zu befreien, indem er Krishna-bewusst wird.<br />
Hayagriva dasa: Da wir heute das eine und morgen etwas anderes sind, sagt Sartre, bestehe unsere eigentliche Natur im &#8222;Nichts&#8220;.<br />
Srila Prabhupada: Man ist &#8222;nichts&#8220; in dem Sinne, dass man sich unter der vollständigen Kontrolle einer höheren Macht befindet. Man ist von den Wellen Mayas, der materiellen Natur, fortgetragen worden. Inmitten des Ozeans von Maya mag man sagen: &#8222;Ich bin nichts&#8220;, im Grunde jedoch ist man etwas. Dieses &#8222;Etwas&#8220; entfaltet sich erst dann, wenn man an Land gesetzt oder, mit anderen Worten, Krishna-bewußt wird. Aus lauter Enttäuschung erklärt man, seine Natur wäre das &#8222;Nichts&#8220;. Die Philosophie Sartres ist die Philosophie der Verzweiflung, und wir sagen, sie ist nicht intelligent. Verzweiflung ist die Folge von Unwissenheit.<br />
Hayagriva dasa: Sartre behauptet, dass, obwohl die Grundlage unserer Natur im Nichts bestehe, der Mensch seine eigene Natur schaffe oder wähle.<br />
Srila Prabhupada: Die grundsätzliche Natur des Menschen besteht nicht darin, &#8222;nichts&#8220;, sondern &#8222;etwas&#8220; zu sein. Dieses &#8222;Etwas&#8220; bedeutet, ein ewiger Diener Krishnas zu sein. Deswegen sollte man es vorziehen, &#8222;etwas&#8220; anstatt &#8222;nichts&#8220; zu sein. Aber um dies zu tun, muß man von einer höher gestellten Person lernen. Bevor man philosophiert, sollte man von jemandem lernen, der im Wissen gründet. So lautet die Anweisung der Veden &#8211; tad vi-jnanartham sa gurun evabhigacchet: Um die transzendentale Wissenschaft zu erlernen, muß man sich an einen echten spirituellen Meister wenden. Nur indem man sich entschließt, Krishna zu dienen, kann man seine Natur formen, nicht indem man die ganze Angelegenheit aufgrund von Verwirrung und Enttäuschung aufgibt und behauptet, der Mensch sei ein Nichts. Der Versuch, das Leben null und nichtig zu machen, ist auf mangelndes Wissen zurückzuführen.<br />
Hayagriva dasa: Sartre sagt, dass wir unser Leben ununterbrochen nach unserer Wahl gestalten, dass jedoch mit dem Tode alles aus ist.<br />
Srila Prabhupada: Tod bedeutet einfach nur Wechsel zu einem anderen Körper. Die Seele, das aktive Prinzip des Körpers, stirbt keineswegs. Der Tod ist nicht viel anders als ein Wohnungswechsel. Ein vernünftiger Mensch kann dies ohne weiteres verstehen.<br />
Hayagriva dasa: Sartre glaubt, das fundamentale Verlangen des Menschen sei der &#8222;Wunsch zu sein&#8220;. Mit anderen Worten, der Mensch sucht eher nach ewiger Existenz als nach bloßem &#8222;Nichtsein&#8220;.<br />
Srila Prabhupada: So ist es. Da der Mensch ewig ist, hat er auch den Wunsch, ewig zu existieren. Er sucht nach ewigem, spirituellem Leben. Unglücklicherweise versetzt er sich in bestimmte materielle Umstände, die nicht ewig sind, und so muss er wiederholte Geburten und Tode erleiden. Nichts in der materiellen Welt existiert ewiglich. Ein Baum mag für zehntausend Jahre leben, letztlich jedoch wird er vergehen. In der materiellen Welt bleibt nichts erhalten. Aber in der Bhagavad-gita (8.20) spricht Krishna von einer anderen Welt, die beständig, sanatana, ist. Nach der Vernichtung des materiellen Universums wird diese spirituelle Welt bestehen bleiben, Durch das Praktizieren von Krishna-Bewusstsein kann man seine ewige Position in der spirituellen Welt erlangen.<br />
Hayagriva dasa: Sartre schreibt, das fundamentale Verlangen des Menschen bestehe darin, Gott zu sein.<br />
Srila Prabhupada: Das ist mehr oder weniger unpersönlich, Mayavada-Philosophie. Die Mayavadis glauben, wenn sie vollständiges Wissen erlangen, würden sie Gott. Da der Mensch ein Teilchen Gottes ist, möchte er mit Ihm vereint werden. Es ist so wie mit einem Mann, der lange Zeit von zuhause fort war. Ganz spontan möchte er wieder nach Hause zurück.<br />
Hayagriva dasa: Sartre behauptet, dass dieser Versuch, Gott zu werden, zum Scheitern verurteilt ist.<br />
Srila Prabhupada: Natürlich, denn der Mensch ist nicht Gott. Sein Wunsch, Gott zu werden, bedeutet bereits, dass er gegenwärtig nicht Gott ist. Und wenn er schon einmal Gott war, wie wurde Er dann etwas anderes? Nein. Wenn der Mensch Gott werden könnte, könnte gar nicht die Rede davon sein, daß er jemals etwas anderes als Gott war. Es käme für ihn überhaupt nicht in Frage, unwissend zu sein. Ein anderer Name Krishnas ist Acyuta. Das Wort acyuta bedeutet &#8222;derjenige, der niemals fällt&#8220;. Das bedeutet, dass Gott niemals zum Nicht-Gott wird. Gott ist immer Gott. Es stimmt also nicht, dass man durch irgendeinen mystischen Vorgang Gott werden kann. Der Mensch kann nicht Gott werden, aber er kann göttlich werden. Wenn wir uns in Dunkelheit befinden, streben wir nach Licht und begeben uns in den Sonnenschein. Das bedeutet jedoch nicht, daß wir die Sonne werden. Genauso werden wir, wenn wir zur Ebene des vollkommenen Wissens kommen, göttlich, jedoch nicht Gott.<br />
Hayagriva dasa: Da Sartre weiß, dass der Versuch des Menschen, Gott zu werden, zum Scheitern verurteilt ist, nennt er das menschliche Leben ein &#8222;vergebliches Streben&#8220;.<br />
Srila Prabhupada: Wenn der Mensch sich bemüht, Krishna-bewusst zu werden, ist sein Leben nicht vergeblich. Der Versuch, Krishna-bewusst zu werden, und der Versuch, Krishna zu werden, sind voneinander völlig verschieden. Der eine ist göttlich und der andere dämonisch.<br />
Hayagriva dasa: Sartre kommt dann zu dem Schluss: Da es unmöglich ist, Gott zu werden, ist alles andere nutzlos.<br />
Srila Prabhupada: Das ist Dummheit. Das Lebewesen ist nicht Gott, sondern Gottes Diener. Es hat sich zu dem Versuch entschlossen, Gott zu werden, musste jedoch feststellen, dass dies unmöglich ist. Daher sollte es dieses Vorhaben aufgeben und ein Diener Gottes werden. Das ist die richtige Entscheidung.<br />
Hayagriva dasa: Sartre schließt, dass das Leben keinen eigentlichen Sinn hat, da die Existenz der Welt keine Ursache hat.<br />
Srila Prabhupada: Das ist Unsinn. Alles hat seinen Zweck. Nichts kann ohne Zweck und Sinn existieren, denn alles kommt von der höchsten Ursache. Der Fehler solcher Philosophen besteht darin, dass sie nicht genügend Gehirnmasse besitzen, um die Erkenntnis, die ihre oberflächliche Sicht zulässt, zu hinterfragen. Sie sind nicht in der Lage, Gott, die Ursache aller Ursachen, zu verstehen. Auch viele moderne Wissenschaftler behaupten, die Natur, Prakriti, sei die einzige Ursache der Existenz; doch wir können einer solchen Theorie nicht zustimmen. Wir verstehen, dass sich hinter der Natur Gott befindet und dass die Natur nicht unabhängig handeln kann. Die Natur ist diese phänomenale Erscheinungswelt; jenseits oder hinter der Natur jedoch befindet sich das Noumenon, Gott, Krishna.<br />
In der Bhagavad-gita (16.8) werden Philosophien wie die von Sartre als dämonisch bezeichnet: &#8222;Die Dämonen sagen, diese Welt sei unwirklich, sie habe keinen Ursprung und werde von keinem Gott kontrolliert; die Welt sei nichts weiter als ein Produkt sexueller Verlangen und habe keine andere Ursache als Lust.&#8220; Die Dämonen glauben nicht an eine höhere Ursache. Sie halten alles für zufällig. Sie sagen, dass sich ein Mann und eine Frau zufällig vereinen, und ein Kind sei lediglich die Folge sexuellen Verkehrs. Sie behaupten, die Existenz hätte keinen Sinn. Da diese Art Philosophie ihrem Wesen nach dunkel und voller Unwissenheit ist und da sie die Existenz Gottes verneint, gilt sie als dämonisch.<br />
Hayagriva dasa: Sartre schreibt, da der Mensch frei sei, neige er zu dem, was Sartre &#8222;negativen Glauben&#8220; nennt. Dieser negative Glaube ist eine Art von Selbsttäuschung, zurückzuführen auf mangelndes Verantwortungsgefühl für das eigene Leben. Durch negativen Glauben verliert man seine Freiheit.<br />
Srila Prabhupada: Sicherlich hat der Mensch eine begrenzte Entscheidungsfreiheit; wenn er jedoch unverantwortlich handelt, muss er leiden. Verantwortung und Freiheit gehen Hand in Hand. Wir müssen also unser Unterscheidungsvermögen nutzen. Ohne zu unterscheiden, ist unsere en. Freiheit blind, d.h., wir können nicht verstehen, was richtig und was falsch ist.<br />
Hayagriva dasa: Für Sartre bedeutet negativer Glaube, Entscheidungen zu vermeiden. Ein Mensch mit negativem Glauben lässt sich nur von einem Tag zum anderen treiben, ohne beteiligt zu sein, ohne verantwortliche Entscheidungen zu treffen.<br />
Srila Prabhupada: Das bedeutet, er hat sich entschieden, sich treiben zu lassen. Sein Getriebenwerden beruht auf einem Entschluss.<br />
Hayagriva dasa: Sartre glaubt, dass negativer Glaube durch eine klare Entscheidung und durch den Glauben an unsere Entscheidung ersetzt werden muss. Wenn man sich beispielsweise zu einer bestimmten Handlungsweise entschlossen hat, müsse man das Vertrauen haben, diese Handlung tapfer und heldenmütig durchzuführen. Dann tue man das Richtige.<br />
Srila Prabhupada: Was ist jedoch eine solche Handlung wert, wenn man eine falsche Entscheidung trifft? Die Motten fliegen sehr tapfer und voller Enthusiasmus in das Feuer hinein. Ist dies jedoch ein guter Entschluss? Sartre spricht von negativem Glauben, doch wie steht es mit positivem Glauben?<br />
Hayagriva dasa: Wenn negativer Glaube das Meiden von Entscheidungen bedeutet, dann ist die Bedeutung von positivem Glauben, beherzte Entscheidungen zu treffen und ihnen, ganz gleich wie sie sind, zu folgen.<br />
Srila Prabhupada: Was jedoch, wenn dein Entschluss falsch ist?<br />
Hayagriva dasa: Für Sartre kann von richtig oder falsch keine Rede sein.<br />
Srila Prabhupada: Das würde bedeuten, jeder Entschluss, den ich fasse, ist endgültig und absolut? Dann ist also die Entscheidung der Insekten, ins Feuer zu fliegen, auch richtig? Dies ist die Philosophie der Insekten.<br />
Hayagriva dasa: Sartres Philosophie ist als pessimistisch bezeichnet worden, da er behauptet, das menschliche Leben sei ein &#8222;vergebliches streben&#8220;, ein nutzloser Kampf in einem Universum ohne jeglichen Sinn.<br />
Srila Prabhupada: Sartre mag nutzlos sein, wir sind es jedoch nicht. Kein vernünftiger Mensch ist nutzlos. Ein vernünftiger Mensch wird einer höheren Autorität folgen. Tad vijnanartham sa gurum evabhigacchet: &#8222;Wenn man sich an einen echten spirituellen Meister wendet, wird man nicht verwirrt sein.&#8220; Das ist vedische Zivilisation. Sartre glaubt, das Universum habe keinen Sinn, weil er blind ist. Er ist unfähig, zu sehen, dass es einen Plan gibt. Wir bemühen uns, Krishna-Bewusstsein einzuführen, um die Welt in Vaikuntha, in einen Ort ohne Angst, zu verwandeln. Unser Entschluss ist jedoch nicht blind. Unser Entschluss ist der Entschluss einer höheren Autorität, Krishna, und deswegen ist er vollkommen.</p>
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		<title>Ist Wissen Datierbar?</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 13:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[SRILA PRABHUPADA SPRICHT WÄHREND EINES MORGENSPAZIERGANGS IN LONDON MIT EINEM STUDENTEN. Srila Prabhupada: Die Botschaft des Krishna-Bewusstseins stammt aus der spirituellen Welt, nicht hier aus der materiellen Welt. Deshalb geschieht es manchmal, dass die Menschen diese Botschaft missverstehen. Aus diesem Grunde müssen wir diese Botschaft entsprechend erläutern. Viele können nicht einmal verstehen, was die Seele [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=60&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p><strong>SRILA PRABHUPADA SPRICHT WÄHREND EINES MORGENSPAZIERGANGS IN LONDON MIT EINEM STUDENTEN.</strong></p>
<p>Srila Prabhupada: Die Botschaft des Krishna-Bewusstseins stammt aus der spirituellen Welt, nicht hier aus der materiellen Welt. Deshalb geschieht es manchmal, dass die Menschen diese Botschaft missverstehen. Aus diesem Grunde müssen wir diese Botschaft entsprechend erläutern. Viele können nicht einmal verstehen, was die Seele ist. Das gilt für unsere großartigen Wissenschaftler wie für unsere großartigen Philosophen. Sie wissen nichts über Spiritualität und die spirituelle Welt. Deshalb fällt ihnen das Verstehen manchmal so schwer.<br />
Student: In letzter Zeit habe ich einige Untersuchungen über das Alter der Veden angestellt.  Archäologen vertreten die Ansicht, aus den Ausgrabungen von Harappa und Mohenjo-Daro sei ersichtlich, dass die Veden zu einem viel späteren Zeitpunkt entstanden sind, als ursprünglich vermutet wurde. Das würde für die Veden ein gewisses Maß an Autoritätsverlust bedeuten, denn dann wären sie nicht mehr die ältesten religiösen Schriften der Welt.</p>
<p><span id="more-60"></span><br />
Srila Prabhupada: Veda bedeutet nicht &#8222;Religion&#8220;. Veda bedeutet &#8222;Wissen&#8220;. Wenn sie also die Geschichte des Wissens erforschen können, dann können sie auch erforschen, wann die Veden entstanden sind. Können sie feststellen, wann Wissen begann? Sind Sie dazu in der Lage?<br />
Student: Ich glaube kaum, dass dies möglich ist.<br />
Srila Prabhupada: Wie können sie dann die Entstehung der Veden erforschen? Veda heißt Wissen. Deshalb müssen sie zuerst den Ursprung des Wissens erforschen. Dann können sie das Alter der Veden bestimmen. Die Geschichte der Veden reicht bis zur Schöpfung der materiellen Welt zurück. Keiner kann den Zeitpunkt der Schöpfung nennen. Die Schöpfung fing mit der Geburt Brahmas an, und man kann nicht einmal die Länge eines Tages Brahmas ermessen.<br />
Während Brahmas Nacht wird das Universum zu einem gewissen Grade zerstört, und während seines Tages findet die Schöpfung statt. Es gibt zwei Arten der Zerstörung: zum einen die, welche in Brahmas Nacht stattfindet, und zum anderen die endgültige Zerstörung, wobei die gesamte kosmische Manifestation vernichtet wird.<br />
Und wir winzigen Kreaturen spekulieren über das Alter der Veden &#8211; das ist einfach lächerlich.</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://krishnatempel.wordpress.com/2007/06/24/ist-wissen-datierbar/"><img src="http://img.youtube.com/vi/UGD1ayV-VJI/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
Viele Mikroben entstehen am Abend und sterben, sobald der nächste Tag beginnt. Sie leben nur eine einzige Nacht. Unser Leben ist ähnlich kurz. Was kann unsereins also schon über Geschichte wissen? Deshalb empfangen wir das vedische Wissen von vedischen Autoritäten. Man sollte kein Frosch-Philosoph sein. Kennen Sie die Philosophie der Frösche? Dr. Frosch hatte noch nie den Atlantischen Ozean gesehen, als ihm jemand mitteilte: &#8222;Ich habe ein ungeheuer großes Gewässer gesehen.&#8220; Darauf fragte ihn Dr. Frosch: &#8222;Hm, ist es größer als dieser Brunnen?&#8220;<br />
Student: &#8211; Ja, das konnte er sich wohl schwer vorstellen.<br />
Srila Prabhupada: Ja. Diese Gelehrten sind also wie Frösche, die in ihrem Brunnen verrotten. Wie sollte es ihnen da möglich sein, etwas vom vedischen Wissen zu verstehen?<br />
Student: Ja, das leuchtet mir ein. Um das Thema zu wechseln &#8211; sind sie der Meinung, dass nach den Veden die richtigste Lebensart, das reinste Leben, das ist, welches im Einklang mit der Natur gelebt wird und nicht wider die Natur, wie es in unseren Städten üblich ist?<br />
Srila Prabhupada: Auf jeden Fall. Wahres Leben bedeutet, die körperlichen Aktivitäten auf ein Mindestmaß zu beschränken, um Zeit zu gewinnen und sich der spirituellen Erkenntnis zu widmen. Das ist wahres Leben. Die gegenwärtige Zivilisation, die auf der körperlichen Lebensauffassung beruht, ist nicht besser als tierisches Leben. Das ist kein zivilisiertes Leben.<br />
Athato brahma-jijnasa: Zivilisiertes Leben beginnt dann, wenn jemand so weit entwickelt ist, daß er nach der spirituellen Seele fragt. Wenn diese Fragen jedoch nicht gestellt werden, wenn die Leute nicht fähig sind, zu fragen, was die spirituelle Seele ist, gleichen sie Hunden und Katzen.<br />
Die vedische Lebensweise lehrt, von körperlichen Störungen so weit wie möglich frei zu werden. Deshalb beginnt die vedische Erziehung mit Brahmacarya, sexueller Enthaltsamkeit. Diese Schurken können jedoch ihren sexuellen Trieb nicht beherrschen. Ihre Philosophie besagt, man solle seinen sexuellen Trieben rückhaltlos nachgeben und im Falle einer Schwangerschaft das Kind dann einfach umbringen.<br />
Student: Stimmt.<br />
Srila Prabhupada: So sieht ihre niederträchtige Philosophie aus. Sie ahnen nicht, dass man durch entsprechende Übung die Sexualität vergessen kann. Und wenn man die Sexualität vergessen hat, ist das Problem der Abtreibung automatisch gelöst. Doch dazu sind sie nicht fähig. Deshalb heißt es, adanta-gobhir visatam tamisram: Durch uneingeschränkten Sinnengenuss sinken sie allmählich auf die Ebene der Tiere hinab. Wer Abtreibungen durchführt &#8211; das Kind im Mutterleib tötet -, wird in seinem nächsten Leben selbst im Mutterleib getötet werden. So viele Babys, wie er getötet hat, so viele Male wird auch er einen neuen Körper annehmen müssen und getötet werden. Auf diese Weise wird er für Hunderte von Jahren nicht das Licht der Welt erblicken. Er wird im Mutterleib bleiben und immer wieder getötet werden. Die Leute kennen die Naturgesetze nicht. Man kann die Naturgesetze nicht umgehen wie die Gesetze des Staates. Ein Mörder kann durch Tricks den Gesetzen des Staates entgehen, doch den Naturgesetzen entgeht er nie. Sooft man getötet hat, wird man auch selbst getötet werden. Das ist das Gesetz der Natur.<br />
Student: Gerade letzte Woche sprach ich mit einer Krankenschwester, die in der Abtreibungsabteilung eines der größten Londoner Krankenhäuser arbeitet. Es ist grauenhaft. Einige der Föten sind bereits so weit entwickelt, dass man schon mit großer Wahrscheinlichkeit von Leben sprechen kann.<br />
Srila Prabhupada: Von Wahrscheinlichkeit kann gar keine Rede sein. Das Leben fängt mit dem sexuellen Kontakt an. Das Lebewesen ist sehr klein. Durch das Naturgesetz wurde es gemäß seinem Karma in den Samen des Vaters versetzt und gelangt so in den Uterus der Mutter. Dort verschmilzt der väterliche Same mit der Eizelle der Mutter, um einen Körper zu bilden, der die Form einer Erbse hat. Dieses erbsenähnliche Gebilde entwickelt sich dann allmählich. Dies wird alles in der vedischen Literatur beschrieben. Auf der ersten Stufe bilden sich neun Öffnungen für Ohren, Augen, Nase, Mund, Genitalien und Rektum. Dann entwickeln sich allmählich die Sinne, und im Alter von sechseinhalb Monaten ist der gesamte Körper fertig ausgebildet, worauf das Bewusstsein des Lebewesens zurückkehrt.<br />
Vor der Ausbildung des menschlichen Körpers ist das Lebewesen bewusstlos, wie in Narkose. Dann träumt es und wacht allmählich auf. Zu diesem Zeitpunkt widerstrebt es ihm total, den Körper der Mutter zu verlassen, doch die Natur versetzt ihm einen Stoß, und es kommt heraus. So geht die Geburt vonstatten.<br />
Dies ist vedisches Wissen. In der vedischen Literatur wird alles ganz genau beschrieben. Wie können die Veden also der Geschichte unterworfen sein? Die Schwierigkeit liegt einfach darin, dass wir über spirituelle Dinge sprechen. Deshalb haben die groben Materialisten gelegentlich Verständnisschwierigkeiten. Sie sind so schwer von Begriff, dass sie einfach nicht verstehen können.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/krishnatempel.wordpress.com/60/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/krishnatempel.wordpress.com/60/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/krishnatempel.wordpress.com/60/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/krishnatempel.wordpress.com/60/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/krishnatempel.wordpress.com/60/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/krishnatempel.wordpress.com/60/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/krishnatempel.wordpress.com/60/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/krishnatempel.wordpress.com/60/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/krishnatempel.wordpress.com/60/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/krishnatempel.wordpress.com/60/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/krishnatempel.wordpress.com/60/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/krishnatempel.wordpress.com/60/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/krishnatempel.wordpress.com/60/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/krishnatempel.wordpress.com/60/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/krishnatempel.wordpress.com/60/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/krishnatempel.wordpress.com/60/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=60&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>JANUAR 1977, KALKUTTA, INDIEN</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 12:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[Schüler: Srila Prabhupada, heute ist eine Zeitung aus Amerika gekommen &#8211; der Boston Globe -, mit einem langen Artikel mit dem Titel &#8222;Die Hare Krishna-Frage&#8220;. In diesem Artikel bezeichnet eine Frau die Vaishnavas als &#8222;Parasiten&#8220;. Srila Prabhupada: Wir sind keine Parasiten. Wir veröffentlichen die beste Literatur auf der ganzen Welt. Stammen diese Bücher etwa von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=58&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/ka1_084.jpg" title="harekrishna"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/ka1_084.thumbnail.jpg?w=420" alt="harekrishna" align="left" /></a>Schüler: Srila Prabhupada, heute ist eine Zeitung aus Amerika gekommen &#8211; der <strong>Boston Globe</strong> -, mit einem langen Artikel mit dem Titel &#8222;Die Hare Krishna-Frage&#8220;. In diesem Artikel bezeichnet eine Frau die Vaishnavas als &#8222;Parasiten&#8220;.</p>
<p><span id="more-58"></span><br />
Srila Prabhupada: Wir sind keine Parasiten. Wir veröffentlichen die beste Literatur auf der ganzen Welt. Stammen diese Bücher etwa von ungebildeten Hippies? Wir sind von zahlreichen Gelehrten anerkannt &#8211; wieso also sind wir Parasiten? Ein intelligenter Mensch ist nicht dafür bestimmt, wie ein Esel hart zu arbeiten. Wenn wir Parasiten sind, dann ist ein Oberrichter auch ein Parasit. Aus der Sicht eines Schurken sitzt der Richter einfach auf seinem Stuhl, spricht ein paar Worte und streicht ein hohes Einkommen ein; deshalb nennt er den Richter einen Parasiten.<br />
Schüler: Ein Parasit ist jemand, der auf Kosten anderer lebt.<br />
Srila Prabhupada: Wenn ich das Eigentum eines anderen ohne seine Zustimmung genieße, bin ich ein Parasit; doch das tun wir nicht. Wir genießen das Eigentum unseres Vaters. Krishna ist der Besitzer. Wir sind gute Kinder Krishnas, und Krishna sagt zu jedem, der bei Ihm Zuflucht sucht: &#8222;Fürchte dich nicht; Ich werde dir alles geben.&#8220; Sarva-dharmitn parityajya mam ekam saranam vraja: &#8222;Gib dich einfach Mir hin; Ich werde dir Schutz gewähren.&#8220; Warum sagen sie, wir seien &#8222;Parasiten&#8220;?<br />
Schüler: Sie beziehen sich auf das Betteln der Gottgeweihten auf der Straße.<br />
Srila Prabhupada: Was wir tun, ist kein Betteln; es ist Demut. Die Leute sind sehr stolz, und wir wenden uns in aller Demut an sie. Außerdem &#8211; was ist daran Betteln, wenn ich ein Buch über Krishna verkaufe?<br />
Schüler: Zumindest sehen die Leute es so.<br />
Srila Prabhupada: Nein, es ist Demut. In Indien betteln viele hochgelehrte Männer. Sie werden Bhiksu-tridandi-svami genannt. Sie betteln, um demütig und frei von Stolz zu werden. In der vedischen Kultur ist das erlaubt. Die Brahmacaris, Sannyasis und Brahmanas dürfen Almosen sammeln.<br />
Schüler: Wenn nun aber die Kultur völlig anders geartet ist, wie im Westen&#8230;..<br />
Srila Prabhupada: Ja, eure Kultur ist wirklich anders, und deshalb werden die jungen Leute Hippies, und die Mütter töten ihre eigenen Kinder im Mutterleib &#8211; alles im Namen der &#8222;Freiheit&#8220;. Eigentlich gibt es im Westen gar keine Kultur; deshalb ist die gesamte Lage unheilvoll. In einer zivilisierten Kultur jedoch darf ein junger Mann betteln, einfach um dadurch Demut zu erlernen. Auch wenn er aus einer angesehenen Familie stammt, bettelt er, um bescheiden zu werden. Und Christus sagte: &#8222;Auf die Bescheidenen wartet das Himmelreich.&#8220; Du hast recht, wenn du sagst, dass ihr eine völlig andere Kultur habt. Ihr wißt nicht, was wirkliche Kultur bedeutet. In eurer Kultur werden Kinder getötet; wie wollt ihr also die höhere vedische Kultur verstehen? Unsere Schüler gehen heraus und verkaufen Bücher über Krishna-Bewusstsein, damit ihr die Gelegenheit bekommt, zu verstehen, was wirkliche, spirituelle Kultur ist &#8211; und ihr nennt sie &#8222;Parasiten&#8220;. Was sagen sie sonst noch?<br />
Schüler: Die Gegenseite behauptet, dass jemand, der der Bewegung für Krishna-Bewusstsein beitritt, dies nicht aus eigener, freier Entscheidung tut; vielmehr beschuldigen sie uns der &#8222;Gedankenkontrolle&#8220;.<br />
Srila Prabhupada: Denjenigen, dessen Gedanken bereits im Krishna-Bewusstsein gründen, wollen die &#8222;Deprogrammierer&#8220; mit Gewalt kontrollieren. Sie machen sich der Gedankenkontrolle schuldig, und nicht wir. Sie entführen ihn und zwingen ihn, so zu denken wie sie.<br />
Schüler: Die meisten unserer Widersacher, Geschäftsleute und Eltern von Devotees, sind sehr beunruhigt.<br />
Srila Prabhupada: Mit gutem Grund. Wenn sich die Hare-Krishna-Bewegung<br />
weiterhin verbreitet, ist ihre Kultur am Ende. Jetzt erkennt man uns allmählich als den Feind Mayas, der Illusion. Kampf ist Kampf. Sie benutzen ihre Taktiken, und wir die unseren. Wir werden beweisen, dass sie keine Intelligenz besitzen. Solange sie Krishna nicht kennen, bleiben sie Dummköpfe.<br />
Schüler: Jemand fragte herausfordernd: &#8222;Wenn nun jeder wie ihr Gottgeweihten leben würde &#8211; was dann?&#8220; Er befürchtete, die Wirtschaft würde zusammenbrechen, wenn jeder Krishna-bewusst würde.<br />
Srila Prabhupada: Na ja, er jedenfalls wird wohl nicht Krishna-bewusst werden, und deshalb wird die materialistische Wirtschaft fortdauern. Solange es Menschen seines Schlages gibt, tritt das Problem gar nicht in Erscheinung &#8211; die Wirtschaft wird fortdauern. &#8222;Wenn die Gefangenen resozialisiert werden, was wird dann aus dem Gefängnis?&#8220; Ist das eine vernünftige Frage? Sie aber denken tatsächlich so. Wir geben das Fleischessen auf, und die Schlachthofbesitzer machen sich Sorgen: &#8222;Wie soll nur das Geschäft weiterlaufen?&#8220; Als ob dieses Geschäft besonders glückverheißend wäre. Je eher dieses blutige Geschäft ein Ende hat, desto besser. Es wird zu ihrem eigenen Vorteil sein. Spirituosengeschäfte, Brauereien, Zigarettenfabriken &#8211; sie alle sind darum besorgt, wie das Geschäft weitergehen soll. Küheschlachten ist die schwerste Sünde. Sie wissen nicht, was sie tun. Deshalb ist eine gründliche Generalüberholung vonnöten; ansonsten können ihre kotverklebten Gehirne nicht gereinigt werden. Ja, wir waschen euer Gehirn, denn ihr habt lauter Kot darin. Wir sind Gottes Reinigungstruppe und haben die Aufgabe, den Kot aus eurem Gehirn zu waschen. Wir müssen es tun. Ihr modernen zivilisierten Atheisten könnt nicht einmal ruhig schlafen &#8211; was sogar ein Hund kann &#8211; und wollt doch so gebildet sein. Wir lehren euch, dass unzulässige Sexualität so viele Probleme nach sich zieht. Wenn ich also sage: &#8222;Keine unzulässige Sexualität&#8220;, was ist daran so schlimm? Aber ihr seid so sündhaft, daß ihr eure eigenen Kinder tötet, ohne auch nur zu wissen, dass dies eine Sünde ist. Wir müssen euer Gehirn waschen.<br />
Schüler: In dem Artikel aus dem Boston-Globe heißt es, daß es ein großes Rätsel ist, ob die Hare-Krishna-Bewegung gut oder schlecht ist.<br />
Srila Prabhupada: Zumindest denken sie jetzt darüber nach. Zuvor haben sie gesagt, die Bewegung sei schlecht. Jetzt sind sie zum Wendepunkt gekommen und fragen sich, ob die Hare-Krishna-Bewegung gut oder schlecht sei. Eines Tages schließlich werden sie sagen: &#8222;Ja, sie ist gut.&#8220;</p>
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		<title>Frei werden von Geburt und Tod</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 12:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>krishnatempel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prabhupadas Richtlinien]]></category>

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		<description><![CDATA[EIN VORTRAG VON HIS DIVINE GRACE A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI PRABHUPADA ajo pi sann avyayatma bhutanam isvaro &#8216;pi san prakrtim svam adhisthaya sambhavamy atma-mayaya &#8222;Obwohl Ich ungeboren bin und Mein transzendentaler Körper niemals vergeht und obwohl Ich der Herr aller fühlenden Wesen bin, erscheine Ich in jedem Zeitalter in Meiner ursprünglichen transzendentalen Gestalt.&#8220; (Bhagavad-gita 4.6) Krishna [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=krishnatempel.wordpress.com&amp;blog=748848&amp;post=55&amp;subd=krishnatempel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/krs40pea.jpg" title="SriKrishna"><img src="http://krishnatempel.files.wordpress.com/2007/06/krs40pea.thumbnail.jpg?w=420" alt="SriKrishna" align="left" /></a><strong>EIN VORTRAG VON HIS DIVINE GRACE A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI PRABHUPADA</strong></p>
<p align="center"><strong>ajo pi sann avyayatma<br />
bhutanam isvaro &#8216;pi san<br />
prakrtim svam adhisthaya<br />
sambhavamy atma-mayaya</strong><br />
&#8222;Obwohl Ich ungeboren bin und Mein transzendentaler Körper niemals vergeht und obwohl Ich der Herr aller fühlenden Wesen bin, erscheine Ich in jedem Zeitalter in Meiner ursprünglichen transzendentalen Gestalt.&#8220; (Bhagavad-gita 4.6)<br />
Krishna ist ungeboren, und auch wir sind ungeboren, allerdings mit dem Unterschied, daß wir, im Gegensatz zum Herrn, in einen materiellen Körper versetzt wurden. Deshalb können wir unsere Position als ungeborenes Lebewesen nicht beibehalten, sondern müssen von einem Körper zum anderen wandern, ohne eine Garantie, was für eine Art von Körper wir als nächstes erhalten werden. Bereits in diesem Leben müssen wir einen Körper nach dem anderen annehmen. Ein kleines Kind gibt seinen Kindheitskörper auf und erhält den Körper eines Jugendlichen; der Jüngling gibt seinen Körper auf, um den Körper eines Erwachsenen anzunehmen, und für diesen bekommt er anschließend den Körper eines alten Mannes. Daher liegt der Schluss nahe, dass man, nachdem man seinen alten Körper aufgegeben hat, einen neuen Körper annehmen muss; man wird wieder den Körper eines Kindes erhalten. Dies ist der natürliche Kreislauf der materiellen Welt. Er gleicht dem Wechsel der Jahreszeiten. Auf Frühling folgt Sommer, und auf Sommer folgt Herbst; dann kommt Winter und dann wieder Frühling. Genauso kommt auch nach dem Tag die Nacht, und nach der Nacht kommt der Tag. Gemäß diesen periodischen Wechselvorgängen wandern auch wir von einem Körper zum anderen, und es ist natürlich, zu schlussfolgern, daß wir nach Verlassen des gegenwärtigen Körpers einen weiteren Körper erhalten werden &#8211; bhutva bhutva praliyate.</p>
<p><span id="more-55"></span><br />
Diese Schlussfolgerung ist durchaus logisch. Sie wird von der Sastra, den vedischen Schriften, unterstützt und auch von der größten Autorität, Krishna selbst, bestätigt. Warum sollten wir sie also ablehnen? Wer dies nicht anerkennt &#8211; wer denkt, es gäbe kein Leben nach dem Tod -, ist einfach dumm.<br />
Es gibt ein Leben nach dem Tod, und es gibt auch die Möglichkeit, sich aus dem Kreislauf der wiederholten Geburten und Tode zu befreien und ein Leben der Unsterblichkeit zu erlangen. Da wir jedoch seit unvordenklichen Zeiten daran gewöhnt sind, einen Körper nach dem anderen anzunehmen, fällt es uns schwer, das Leben als ewig anzusehen. Und das Leben in der materiellen Existenz ist so voll von Problemen, dass man vielleicht denkt, wenn es tatsächlich ein ewiges Leben gebe, müsse es auch voller Probleme sein. Wenn zum Beispiel jemand aufgrund von Krankheit gezwungen ist, sehr bittere Medizin einzunehmen, im Bett zu liegen, dort auch zu essen sowie Urin und Kot zu lassen, unfähig, sich zu bewegen, mag er dieses Leben so unerträglich finden, daß er denkt: &#8222;Laß mich Selbstmord begehen.&#8220; Ebenso ist das materialistische Leben dermaßen leidvoll, daß man sich aus Verzweiflung der Philosophie der Leere oder Unpersönlichkeit zuwenden mag, in dem Versuch, seine gesamte Existenz zu negieren und alles zu Nichts zu machen. Aber Nichts zu werden ist nicht möglich und auch gar nicht notwendig. In unserem materiellen Zustand befinden wir uns zwar in Schwierigkeiten, aber wenn wir uns aus diesem materiellen Zustand befreien, werden wir zum wirklichen, ewigen Leben finden.<br />
Da wir Teilchen Krishnas sind, der aja ist, das heißt jenseits von Geburt und Tod existiert, sind auch wir aja. Wie könnte es anders sein? Wenn mein Vater glücklich ist, warum sollte dann ich als der Sohn meines Vaters unglücklich sein? Ich kann ohne weiteres schlussfolgern, dass mir das Recht zusteht, das Eigentum meines Vaters genauso zu genießen, wie Er selbst es genießt. Desgleichen ist Gott, Krishna, allmächtig, allanziehend, allwissend und in jeder Hinsicht vollkommen, und selbst wenn ich nicht vollkommen bin, bin ich ein Teilchen Gottes, und daher besitze ich in begrenztem Ausmaß alle Eigenschaften Gottes.<br />
Gott stirbt nicht; demzufolge werde auch ich nicht sterben. Das ist meine Natur. Dieser Sachverhalt wird in der Bhagavad-gita (2.20) erklärt: na jayate mriyate va kadacin. Krishna, der gerade die Eigenschaften der Seele beschreibt, sagt dort, daß die Seele niemals geboren wird, na jayate, und wie sollte es möglich sein zu sterben, wenn man nicht geboren wird? Von Tod kann gar keine Rede sein, mriyate va. Der Tod ist für jemanden bestimmt, der geboren wurde; wer nicht geboren wurde, kann auch nicht sterben.<br />
Leider sind wir uns darüber jedoch nicht bewusst. Wir betreiben wissenschaftliche Forschung, wissen aber nicht, dass jedes Lebewesen eine spirituelle Seele ist und als solche niemals geboren wird und niemals stirbt. Darin besteht unsere Unwissenheit. Die Seele ist ewig, immerwährend und uranfänglich, nityah sasvato &#8216;yam purano. Die Seele stirbt nicht, wenn der Körper vernichtet wird, na hanyate hanyamane sarire. Obwohl die Seele jedoch nicht stirbt, nimmt sie einen anderen Körper an, und dies wird bhava-roga; die materielle Krankheit, genannt.<br />
Da Krishna das höchste Lebewesen ist, nityo nityanam cetanas cetananam, sind wir genauso wie Krishna, jedoch mit dem Unterschied, daß Krishna vibhu, unbegrenzt ist; wohingegen wir, anu, begrenzt, sind. Qualitativ sind wir von gleicher Beschaffenheit wie Krishna. Alle Neigungen, die Krishna hat, kann man also auch in uns finden. bum Beispiel hat Krishna die Neigung, jemand vom anderen Geschlecht zu lieben, und daher ist diese Neigung auch in uns vorhanden. Liebe hat ihren Ursprung in der ewigen Liebe zwischen Radha und Krishna. Wir suchen ebenfalls nach ewiger Liebe, aber da wir von den materiellen Gesetzen bedingt sind, wird diese Liebe unterbrochen. Wenn es uns jedoch gelingt, diese Unterbrechung zu transzendieren, wird es uns möglich sein, an einem liebevollen Austausch wie dem zwischen Krishna und Radharani teilzunehmen. Unser Ziel sollte also einfach darin bestehen, nach Hause, zu Krishna, zurückzukehren, denn da Krishna ewig ist, werden auch wir dort einen ewigen Körper erhalten.<br />
Obwohl Krishna ewig und ungeboren ist, lesen wir manchmal, dass Er Geburt nimmt. Aber selbst wenn Krishna geboren wird, unterscheidet sich Seine Geburt völlig von der unsrigen. Darüber sollten wir uns im klaren sein. Der Herr sagt in der Bhagavad-gita (4.9):</p>
<p align="center"><strong>janma karma ca me divyam<br />
evam yo vetti tattvatah<br />
tyaktva deham punar janma<br />
naiti man eti so &#8216;rjuna<br />
</strong><br />
&#8222;Wer die transzendentale Natur Meines Erscheinens und Meiner Taten kennt, wird nach Verlassen des Körpers nicht wieder in der materiellen Welt geboren, sondern gelangt in Mein ewiges Reich, o Arjuna.&#8220;</p>
<p>Im Srimad-Bhagavatam heißt es, daß Krishna bei Seinem Erscheinen nicht aus dem Leib Devakis geboren wurde, sondern sich in Seiner majestätischen vierhändigen Form als Vishnu offenbarte und dann zu einem kleinen Kind auf Devakis Schoß wurde: Krishnas Geburt ist also transzendental, wohingegen unsere Geburt uns von den Gesetzen der Natur aufgezwungen wird. Krishna unterliegt nicht den Gesetzen der Natur; diese Gesetze sind Ihm untergeordnet, mayadhaksena prakriti suyate sa-caracaram. Prakriti, die Natur, ist der Leitung Krishnas unterstellt, und wir sind der Herrschaft der Natur unterstellt: Krishna ist der Herr der Natur und wir sind ihre Diener. Es mag also den Anschein haben; daß Er genauso wie wir geboren wurde, aber in Wirklichkeit war dies nicht der Fall. Nur Toren sagen, daß Er wie ein gewöhnliches menschliches Wesen geboren wurde. Dies wird von Krishna in der Bhagavad-gita (9.11) bestätigt: avajananti mam mudha manusim tanum asritam. &#8222;Da Ich wie ein Mensch erschienen bin, glauben die Schurken und Dummköpfe, Ich sei ein gewöhnlicher Mensch wie sie.&#8220; Param<br />
bhavam ajanantah: &#8222;Sie können das Mysterium des Erscheinens des Herrn als menschliches Wesen nicht verstehen.&#8220;<br />
Krishna ist überall. Der Herr weilt im Herzen eines jeden, isvarah sarva-bhutanam hrid-dese &#8216;rjuna tisthati. Wieso also sollte es Ihm, der Er in uns weilt und allmächtig ist, schwer fallen, vor uns zu erscheinen? Als der große Gottgeweihte Dhruva Maharaja in Meditation über den vierhändigen Vishnu vertieft war, wurde seine Meditation, plötzlich unterbrochen, und unvermittelt sah er die gleiche Gestalt, über die er meditiert hatte, vor sich. Warum sollte es für Krishna schwierig sein, auf diese Weise zu erscheinen? Ebenso war es für Ihn auch nicht schwer, in der gleichen vierarmigen Form vor Devaki zu erscheinen. Daher sagt Krishna, janma karma ca me divyam: &#8222;Man muss Meine transzendentale Geburt und Meine Aktivitäten verstehen.&#8220;<br />
Warum offenbart jedoch Krishna das Spiel Seiner Geburt? Um diejenigen, die besonders fromm und im spirituellen Wissen fortgeschritten sind zu verherrlichen. Krishna erscheint als der Sohn Devakis, um Seine Geweihte Devaki zu verherrlichen. Krishna wird zum Sohn Yasodas, um Yasoda zu verherrlichen. Ebenso erscheint Krishna in der Dynastie Maharaja Yadus, Seines großen Geweihten, nur um Maharaja Yadu zu verherrlichen. Noch heute ist Krishna als Yadava, der Nachkomme Maharaja Yadus, bekannt. Krishna ist nicht verpflichtet, in einer bestimmten Familie oder einem bestimmten Land Geburt zu nehmen, aber Er tut dies, um eine bestimmte Person oder Familie aufgrund ihrer Hingabe zu verherrlichen. Aus diesem Grunde wird Seine Geburt divyam, das heißt transzendental, genannt.</p>
<p>Der Herr ist im Gegensatz zu uns nicht verpflichtet, Geburt zu nehmen. Darin besteht der Unterschied zwischen unserer Geburt und der Geburt Krishnas. Wenn wir aufgrund unseres Karma, unserer Aktivitäten, geeignet sind, in einer guten Familie in der menschlichen Gesellschaft oder der Gesellschaft der Halbgötter Geburt zu nehmen, werden wir dies auch tun; wenn sich hingegen unsere Aktivitäten auf der Ebene der Tiere befinden, werden wir in einer Familie von Tieren geboren werden. Das ist die Macht des Karma. Karmana-daiva-netrena jantor dehopapattaye (SB. 3.31.1). Entsprechend unserem Karma entwickeln wir eine bestimmte Art von Körper.<br />
Die menschliche Lebensform ist dazu bestimmt, den Höchsten, die Absolute Wahrheit, zu verstehen, athato brahma-jijnasa. Wenn wir uns jedoch nicht auf diese Weise bemühen, wenn wir die Gelegenheit nicht wahrnehmen und einfach wie die Tiere bleiben, werden wir zu einer tierischen Lebensform zurückkehren. Daher versucht die Bewegung für Krishna-Bewusstsein die Menschen davor zu bewahren, zur tierischen Lebensstufe herabzusteigen.</p>
<p>Das Erscheinen Sri Krishnas wird mit dem Wachsen der Sandelholzbäume in den Malayabergen verglichen, malayasyeva candanam. Es gibt zwei Malayas &#8211; die Malayaberge und den Teil der Welt, der als Malaysia bekannt ist. Der Candana-Baum oder Sandelholzbaum kann überall wachsen &#8211; er ist nicht gezwungen, nur in Malaysia oder auf den Malayabergen zu wachsen. Da jedoch in diesen Teilen der Welt Sandelholzbäume in großen Mengen vorhanden sind; ist Sandelholz als malaya-candana bekannt. In den westlichen Ländern gibt es ein Parfüm namens Eau de Cologne. Es kann überall hergestellt werden, aber weil es ursprünglich aus der Stadt Köln stammt; ist es als Eau de Cologne bekannt: Ebenso kann auch Sandelholz überall wachsen; doch weil es ursprünglich vorwiegend in Malaysia und auf den Malayabergen zu finden war, ist es als malaiisches Sandelholz bekannt.<br />
Da Indien ein tropisches Land ist und Sandelholz eine kühlende Wirkung hat, benutzen die Menschen in Indien Sandelholz als Kosmetikum. Selbst heute noch tragen diejenigen, die es sich leisten können, während der heißen Sommertage Sandelholz auf ihren Körper auf und erfreuen sich auf diese Weise den ganzen Tag einer erfrischenden Kühle. In Indien war es früher üblich, dass man nach dem Bad den Körper mit Tilaka-Zeichen heiligte, darauf der Bildgestalt Ehrerbietungen darbrachte, etwas Candana-prasadam aus dem Raum der Bildgestalt nahm und es als Kosmetikum auf seinen Körper auftrug. Dies wurde Prasadhanam genannt. Wie es jedoch im Srimad-Bhagavatam (12.2.5) heißt, gilt für das Kali-yuga, das gegenwärtige Zeitalter: snanam eva prasadhanam &#8211; wenn man nur ordentlich baden kann, das ist bereits Prasadhana. In Indien nimmt sogar der Ärmste am frühen Morgen ein Bad; als ich jedoch nach Amerika kam, sah ich, daß es bereits problematisch sein kann, auch nur einmal am Tag zu baden, und daß dies oft<br />
auch gar nicht üblich ist. In Indien ist es normal, Menschen dreimal am Tag baden zu sehen; in New York habe ich jedoch gesehen, dass man; um zu baden; zum Haus eines Freundes gehen muss, da es zu Hause keine Gelegenheit dazu geben mag. Dies sind die Symptome des Kali-yuga. Snanam eva prasadhanam. Im Kali-yuga wird es so?<br />
gar schwierig sein, ein Bad zu nehmen.<br />
Ein weiteres Symptom des Kali-yuga ist, daksyam kutumba-bharanam (SB. 12.2.7): Wer nur imstande ist, seine Familie zu ernähren, wird für seine frommen Handlungen berühmt sein. Das Wort daksyam, berühmt für fromme Handlungen&#8220;, hat seinen Ursprung in daksa, was &#8222;erfahren&#8220; bedeutet. Im Kali-yuga wird man schon als erfahren angesehen, wenn man eine Familie bestehend aus sich selbst, seiner Frau und einem oder zwei Kindern, ernähren kann. In Indien ist natürlich die traditionelle Familie die Großfamilie; die aus dem Mann und seiner Frau, deren Eltern, Kindern, Verwandten usw. besteht. Im Kali-yuga wird es jedoch schwierig sein, eine einfache Familie, die aus einem selbst, seiner Frau und ein paar Kindern besteht, zu ernähren. Als ich in New York lebte, war unter den Leuten, die zu unseren Vorlesungen kamen, eine alte Frau, die einen erwachsenen Sohn hatte. Ich fragte sie: &#8222;Warum heiratet Ihr Sohn nicht?&#8220; Sie antwortete: &#8220; Er kann schon heiraten, aber erst, wenn er eine Familie ernähren kann.&#8220;<br />
Ich wusste nicht, dass es hier mit solchen Problemen verbunden ist, eine Familie zu ernähren. Dies wird jedoch im Bhagavatam beschrieben: Wer eine Familie ernähren kann, wird als glorreicher Mann angesehen, und von einem Mädchen, das verheiratet ist, sagt man, es sei von großem Glück begünstigt.<br />
Es ist nicht unsere Aufgabe zu kritisieren, aber die Symptome des Kali-yuga sind sehr eindringlich. Die Dauer des Kali-yuga beträgt 432 000 Jahre, und obwohl erst 5000 Jahre verstrichen sind, finden wir bereits so viele Schwierigkeiten vor, und je weiter das Kali-yuga voranschreitet, desto schwieriger werden die Zeiten. Daher ist es das beste, unser Krishna-Bewusstsein zu vervollkommnen und nach Hause, zu Gott, zurückzukehren. Das wird uns retten. Ansonsten, wenn wir zu einem weiteren Leben im Kali-yuga zurückkehren, werden wir mit schweren Zeiten konfrontiert werden und immer mehr leiden müssen.</p>
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