SRILA PRABHUPADAS VORLESUNGEN


DIE NATUR IST FEHLERFREI
Juni 26, 2007, 7:41 pm
Filed under: Prabhupadas Richtlinien

KrishnaandRadhaSRILA PRABHUPADA SPRICHT IM DEZEMBER 1973, VENICE BEACH, LOS ANGELES, MIT DR. THOUDAM D. SINGH UND DR. WOLF-ROTTKAY.

Dr. Singh: Die Wissenschaftler haben nun einen neuen Wissenszweig, Gerontologie, entwickelt, um zu erforschen, wie man das Leben verlängern kann.
Srila Prabhupada: Ihr eigentliches Ziel sollte es sein, dem Leid ein Ende zu machen. Nehmen wir zum Beispiel einen alten Mann, der große Schmerzen hat, weil er an vielen Krankheiten leidet, und plötzlich verlängern die Ärzte sein Leben. Was hat das für einen Nutzen?


Dr. Singh: Sie versuchen es mit einer Herzverpflanzung.
Srila Prabhupada: Das ist Unsinn! Sie sollen den Tod beseitigen – das wäre eine Leistung. Sie sollen alle Krankheiten beseitigen – das wäre eine Errungenschaft. Dazu sind sie aber nicht in der Lage! Ihre ganze Forschung ist daher nichts weiter als ein Kampf ums Überleben. Krishna sagt in der Bhagavad-gita [15.7]: „Die Lebewesen in dieser bedingten Welt sind Meine ewigen fragmentarischen Teile. Weil sie ein bedingtes Leben führen, kämpfen sie sehr schwer mit den sechs Sinnen, zu denen auch der Geist gehört.“
Schüler: Wir haben im Moment eine Ölkrise.
Srila Prabhupada: Ja, wir haben eine Zivilisation aufgebaut, die vom Öl abhängig ist. Das ist gegen das Gesetz der Natur, und daher haben wir eine Ölkrise. Durch das Gesetz der Natur kommt nun der Winter. Die Wissenschaftler können aber einen Winter nicht aufhalten und in einen Sommer verwandeln. Sie denken fälschlich, daß sie die Natur beherrschen. Krishna sagt in der Bhagavad-gita, daß das Lebewesen sich für den Ausführenden von Handlungen hält, die in Wirklichkeit von der Natur verrichtet werden. Nun geht die Sonne auf. Können sie sie verdunkeln? Und wenn es dunkel ist, können sie der Sonne befehlen: „Gehe auf“?
Sie verstehen nicht, dass sie, wenn sie wirklich die Natur beherrschen wollen, versuchen sollten, Geburt, Tod, Alter und Krankheit zu besiegen. Krishna sagt in der Bhagavad-gita [7.14]: „Diese Meine göttliche Energie, die aus den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur besteht, ist sehr schwer zu überwinden. Aber diejenigen, die Mir ergeben sind, können sie sehr leicht hinter sich lassen.“
Dr. Singh: Somit ist es also sehr schwierig, die Naturgesetze zu überwinden?
Srila Prabhupada: Für die Materialisten ist es unmöglich. Aber wenn man sich Krishna hingibt, wird es einfach.
Dr. Singh: Als Erklärung dafür, dass so viele verschiedene Lebewesen existieren, sagen die Wissenschaftler, dass zu einem gewissen Zeitpunkt in der Evolution die Gene der Zellen, die sich normalerweise fehlerlos für die nächste Generation vervielfältigen, manchmal bei der Vervielfältigung einen Fehler machen – vergleichbar mit einer Druckerpresse, die manchmal einen Fehler macht. In einigen Fällen sind diese Fehler oder Mutationen bestehen geblieben, und aufgrund der Abweichung in den Genen haben sich verschiedene Lebensformen gebildet.
Srila Prabhupada: Aber dieser „Fehler“ besteht seit unvordenklicher Zeit, da alle die verschiedenen Lebensformen immer existiert haben. Der „Fehler“ ist also ewig. Wenn ein „Fehler“ jedoch beständig ist, ist es kein Fehler; es ist Intelligenz!
Dr. Singh: Die Wissenschaftler sagen jedoch, dass es ohne Mutation im gesamten Universum nur eine Art von Lebewesen geben würde.
Srila Prabhupada: Nein. Jedes Lebewesen hat einen anderen Verstand und daher gibt es so viele verschiedene Lebensformen, die diese verschiedenen Mentalitäten beherbergen. Zum Beispiel gehen wir hier, aber die meisten Leute kommen nicht her, um sich uns anzuschließen, denn sie haben eine andere Mentalität als wir. Warum besteht dieser Unterschied?
Dr. Singh: Vielleicht ist es ein Fehler.
Srila Prabhupada: Es ist kein Fehler; es ist ihr Wunsch. Und zur Stunde des Todes wird jeder einen Körper erhalten, der genau seinen Wünschen entspricht. Krishna sagt in der Bhagavad-gita [8.6]: „An welchen Zustand des Daseins man zur Stunde des Todes denkt, diesen Zustand wird man ohne Fehl erreichen.“ Das, an das du zur Stunde des Todes denkst, bestimmt genau deinen nächsten Körper. Der Körper wird uns von der Natur zugewiesen; die Entscheidung liegt nicht bei uns, sondern bei der Natur, und sie handelt nach Gottes Anweisung.
Dr. Singh: Die Wissenschaft scheint jedoch Beweise dafür zu haben, daß verschiedene Lebensformen doch durch Fehler entstehen.
Srila Prabhupada: Das ist ihr Fehler! In den Naturgesetzen gibt es keine Fehler. In Eisenbahnwagen gibt es Abteile der 1., 2. und 3. Klasse. Wenn man eine Fahrkarte 3. Klasse löst und sich irrtümlich in ein Abteil der 1. Klasse begibt, wird man dort nicht bleiben dürfen. Es ist kein Fehler, dass es verschiedene Abteile gibt; es ist bewußt so eingerichtet. Es ist jedoch dein Fehler, dass du ins falsche Abteil gegangen bist. Gott ist so vollkommen, dass Er bereits im voraus alle Fehler kennt, die gemacht werden. Daher gehst du, entsprechend der Fehler, die du machst, in einen bestimmten Körper ein: „Komm her, der Körper steht bereit.“ Es gibt 8 400 000 verschiedene Lebensformen und die Natur verteilt diese Körper mit mathematischer Genauigkeit. Wenn die Regierung eine Stadt baut, errichtet sie, schon bevor die Stadt fertig ist, ein Gefängnis, denn die Regierung weiß, dass es viele Kriminelle geben wird, die ins Gefängnis gesteckt werden müssen. Das ist nicht der Fehler der Regierung, sondern der Fehler der Kriminellen. Weil sie zu Kriminellen werden, müssen sie dorthin. Es ist ihr Fehler.
In der Natur gibt es keine Fehler. Krishna sagt: „Die materielle Natur arbeitet unter Meiner Führung, o Sohn Kuntis, und bringt alle sich bewegenden und sich nicht bewegenden Wesen hervor.“ [Bg. 9.10] Die Natur arbeitet unter der Aufsicht Gottes, Krsnas – wie kann sie da Fehler begehen? Wir sind diejenigen, die Fehler begehen, die in Illusion sind, die unvollkommene Sinne besitzen und die betrügen. Darin unterscheidet sich Gott vom Menschen – Gott besitzt keine unvollkommenen Sinne; Seine Sinne sind vollkommen.
Dr. Wolf-Rottkay: Da unsere Sinne fehlerhaft sind, müssen die technischen Erweiterungen unserer Sinne, wie Mikroskope und Teleskope, ebenfalls fehlerhaft sein.
Srila Prabhupada: Ja. Materielles Dasein heißt unvollkommenes Dasein. Wenn du etwas mit lückenhaftem Wissen und unvollkommenen Sinnen baust, so muss das, was du baust, ebenfalls Mängel haben. Da
her kommen wir zu dem Schluss, dass alles, was die Wissenschaftler sagen, unvollkommen ist.
Dr. Singh: Die Wissenschaftler scheinen aber ganz zufrieden zu sein.
Srila Prabhupada: Der Esel ist auch damit zufrieden, die Last des Wäschers zu tragen. In einigen Teilen Indiens sieht man ab und zu einen Hund verhungern. Sobald er aber einen weiblichen Hund sieht, ist er damit zufrieden, Sex zu haben. Ist das Zufriedenheit? Der Hund verhungert – doch trotzdem ist er zufrieden, wenn er ein bisschen Sex haben kann. Jeder ist zufrieden, selbst der Wurm im Kot. Das ist das Gesetz der Natur.

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